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Extrem übergewichtige Patienten sind oftmals nicht auf normalem Weg, also etwas durchs Treppenhaus, zu transportieren. Dann muss man auf die technische Hilfe der Feuerwehr zurückgreifen.
Extrem übergewichtige Patienten sind oftmals nicht auf normalem Weg, also etwas durchs Treppenhaus, zu transportieren. Dann muss man auf die technische Hilfe der Feuerwehr zurückgreifen. © TV-BW
Extrem übergewichtige Patienten sind oftmals nicht auf normalem Weg, also etwas durchs Treppenhaus, zu transportieren. Dann muss man auf die technische Hilfe der Feuerwehr zurückgreifen.
Extrem übergewichtige Patienten sind oftmals nicht auf normalem Weg, also etwas durchs Treppenhaus, zu transportieren. Dann muss man auf die technische Hilfe der Feuerwehr zurückgreifen. © TV-BW
Extrem übergewichtige Patienten sind oftmals nicht auf normalem Weg, also etwas durchs Treppenhaus, zu transportieren. Dann muss man auf die technische Hilfe der Feuerwehr zurückgreifen.
Extrem übergewichtige Patienten sind oftmals nicht auf normalem Weg, also etwas durchs Treppenhaus, zu transportieren. Dann muss man auf die technische Hilfe der Feuerwehr zurückgreifen. © TV-BW
30.09.2017

Wenn die Feuerwehr Patienten mit dem Kran aus der Wohnung holen muss

Pforzheim. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hat sich am Samstag vor dem Helios Klinikum Pforzheim versammelt. Die Berufsfeuerwehr rückte sogar mit Drehleiter und Rettungskran an. Zum Glück war es nur  eine Übung für den Ernstfall.

Rettungskräfte proben Ernstfall mit adipösen Patienten

Etwa 20 Mal im Jahr werden die Rettungskräfte nämlich zur Bergung von adipösen Patienten gerufen – also zu Menschen, die mehr als 150 Kilo auf die Waage bringen. Eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten.

Zum siebten Mal hat das Helios Klinikum Pforzheim am Samstag einen interdisziplinären Fortbildungstag für Einsatzkräfte veranstaltet. Auf dem Programm standen neben interessanten Vorträgen auch ein Workshop zum Thema „Rettung von adipösen Patienten“. Wie Dr. Felix Schumacher, Bereichsleiter Intensiv- und Notfallmedizin, erklärte, seien extrem übergewichtige Patienten oftmals nicht auf normalem Weg, also etwas durchs Treppenhaus, zu transportieren. Dann würde man auf die technische Hilfe der Feuerwehr zurückgreifen. Die Notärzte würden die Feuerwehr nachfordern und absprechen, wie man den Einsatz generell abwickele und welche technische Einsatzmittel zur Verfügung stehen könnten.

Die Patienten würden dann entweder mit Hilfe eines Schwerlastnetzes oder einer Schwerlast-Schleifkorbtrage über ein Fenster geborgen, so Schumacher. Der Kran bringe den Patienten sicher zu Boden, wobei ihm die medizinischen Einsatzkräfte im Korb der Drehleiter zur Seite stehen.

Professor Clemens Bauer, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, verwies darauf, dass sich diese Fortbildungstage schon sehr bewährt hätten. Jeweils um die 100 Teilnehmer aus Pforzheim und dem Enzkreis würden sich einen Tag lang fortbilden, morgens durch Vorträge, nachmittags in Workshops. 

Ziel dieser Fortbildungen im Helios Klinikum Pforzheim ist es nicht nur, die Rettungskräfte auf außergewöhnliche Situationen vorzubereiten. Sie sollen sich auch gegenseitig kennenlernen, damit sie bei einem Einsatz perfekt Hand in Hand arbeiten können.