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Unter lauter Neulingen ist nun Monika Müllers Platz frei. Wer verstärkt künftig als Sozialdezernent die Rathausriege zwischen Oberbürgermeister Peter Boch und Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler. Foto: Ketterl, PZ-Archiv/ Illustration: Ruff, Pupillo
Unter lauter Neulingen ist nun Monika Müllers Platz frei. Wer verstärkt künftig als Sozialdezernent die Rathausriege zwischen Oberbürgermeister Peter Boch und Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler. Foto: Ketterl, PZ-Archiv/ Illustration: Ruff, Pupillo
13.04.2018

Wer führt bald das Sozialdezernat: Es brodelt hinter Pforzheims Rathaus-Kulissen

Pforzheim. Wer soll an die Spitze des Pforzheimer Sozialdezernats? Und wer will das überhaupt? Diese Fragen treiben derzeit die Bürger, aber vor allem auch die Granden der Kommunalpolitik um – bei Letzteren brodelt es überwiegend hinter verschlossenen Türen.

Was viele am liebsten als geheime Kommandosache behandelt sehen würden, ist von so großem öffentlichen Interesse, dass das Beben nach draußen dringt – und die interne Anspannung noch erhöht. Einen „politischen Skandal“, eine „bewusste Indiskretion“ wittern jene, für die der Druck besonders hoch ist. Derweil wird schon jetzt über die bereits bekannten Aspiranten diskutiert, Vorschläge für mögliche Alternativen machen die Runde. Das Sozialdezernat ist von besonders großer Bedeutung in einer Stadt, die finanziell und strukturell mit dem Rücken zur Wand steht – und deren Rathaus generell eines ausstrahlt: das Gegenteil von Kontinuität.

Die SPD will für die Müller-Nachfolge ihr Vorschlagsrecht nutzen, das wiederum andere Fraktionen mehr oder weniger offensiv infrage stellen. Offenbar ausschließlich hinter den Kulissen sollte ein Coup vorbereitet werden. Der nun äußerst heftige Unmut der SPD-Gemeinderatsfraktion über vermeintliche Indiskretionen ist wohl nur dadurch zu erklären, dass die erste vorliegende schriftliche Bewerbung von dem von den Sozialdemokraten protegierten Kandidaten stammt: einem 59-jährigen promovierten Geschäftsführer eines Unternehmens aus dem Raum Karlsruhe.

Anders als dieser, beantwortete der zweite Interessent erste Fragen – auch wenn er bat, seinen Namen noch vertraulich zu behandeln. Der 54-jährige Parteilose leitet derzeit in einer Stadt in Baden-Württemberg das Amt für Familie, Bildung, Sport und Soziales. Vor einer schriftlichen Bewerbung wolle er zunächst persönlich mit den Fraktionen seine Perspektiven ausloten.

Gehandelt werden hinter vorgehaltener Hand weitere Namen - etwa von zwei in Stadt und Region durchaus prominenten Frauen.

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Faelchle
15.04.2018
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Das mit dem Parteilosen klingt recht gut, befürchte aber, dass wieder die Parteizugehörigkeit ausschlaggebend sein wird. Für den Spdler, wäre das ein guter Deal, eine kurze Amtsperiode und anschließend eine üppige Pension einfahren. mehr...

helmut
15.04.2018
Wer führt bald das Sozialdezernat: Es brodelt hinter Pforzheims Rathaus-Kulissen

So ähnlich wird es kommen. Nur ob die SPD eine Mehrheit für ihren Kandidaten zusammenbringt ist zweifelhaft. Da gibt es einen Unterschied zur freien Wirtschaft. Ein 58-jähriger hat da wenig Chancen, es sei denn ganz oben bei Großkonzernen. Bei mehrere Bewerbern kann ein Unternehmer sich den für ihn besten Bewerber aussuchen. Beim Staat ist Parteiproporz entscheidend. Da es vorher eine Frau war müsste es wieder eine sein. Frauenquote spielt ebenfalls noch eine Rolle.... mehr...

pforzheimer007
16.04.2018
Wer führt bald das Sozialdezernat: Es brodelt hinter Pforzheims Rathaus-Kulissen

porzebacher politiktheater.....  schade eigentlich um frau müller...die hatte zwar was länger gebraucht um sich warm zu laufen...präsent zu sein....aber das die mit dem neuen bürgermeister nicht wirklich kann...und auch sonst andere vorstellungen hat....war ja von anfang an offensichtlich....gut ausgebildet + flexibel hat sie sich nen anderen job gesucht...ist ja auch legitim....jetzt gehts doch drum..einen guten nachfolgerIn zu finden....dieses parteigezeeetereee..nervt eigentlich ...... mehr...