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PZ-Chefreporter Marek Klimanski spricht beim Bürgerverein Weststadt in der Schwarzwaldsängerhalle über Stadtthemen. Foto: Tilo Keller
PZ-Chefreporter Marek Klimanski spricht beim Bürgerverein Weststadt in der Schwarzwaldsängerhalle über Stadtthemen. Foto: Tilo Keller
12.07.2019

Weststädtern brennt Parkplatznot auf den Nägeln

Pforzheim. Beim Treffen des Weststadt Bürgervereins hat PZ-Chefreporter Marek Klimanski vielen Zuhörern aus der Seele gesprochen. Auf Einladung des Vereins sprach der erfahrene Lokaljournalist im Lokal der Schwarzwaldsängerhalle die angespannte Parkplatzsituation, Verkehrsprobleme und Bauvorhaben sowie Zusammenhänge mit der Stadtentwicklung an.

„Die Stadt ist besser als ihr Ruf, vor allem auch die Entwicklung, die sie in den vergangenen Jahren gemacht hat“, sagte Klimanski, der seit fast 20 Jahren in Pforzheim lebt und arbeitet. Kritisch sah er den Umgang der Stadt mit den Haushaltsüberschüssen der letzten beiden Jahre. „Es kann nicht sein, dass eine Stadt, die Geld hat, Bäder schließen muss“, sprach er vielen Pforzheimern aus der Seele. Überraschend seien die Schließungen allerdings nicht gekommen, denn er schreibe schon seit vielen Jahren zu diesem Thema. „Es ist ein Ärgernis, dass es so weit hat kommen müssen.“ Auch für Brötzingen habe es Warnungen gegeben, als es durch den Bau der Lebenshilfe um den Wegfall der Parkplätze und den Auswirkungen auf die Brötzinger Geschäftswelt gegangen sei.

Wechselwirkung im Handel

„Sie haben erlebt, dass einige traditionsreiche Geschäfte geschlossen haben“, stellte Klimanski fest und sprach von einem Strukturschaden für Brötzingen. Aus den Reihen der Zuhörer wurde gleich das geplante Outlet-Center von Bader im Brötzinger Tal angesprochen. Klimanski sah keine Parallele zu Metzingen, wo es vor dem Outlet keinen größeren Einzelhandel im Ort gegeben habe. „Wir hätten alle keine Bedenken, wenn es etwas näher an der Innenstadt wäre“, stellte er fest. Er machte darauf aufmerksam, dass man in der Innenstadt stets auf den Kaufhof blicke. „Wenn der eines Tages verschwindet, weiß ich nicht, ob C & A dann noch an der Erweiterungsplanung festhält“, sagte Klimanski. Man müsste sich auch darüber im Klaren sein, dass ein Outlet, wo es in der Regel auch viel Sportbekleidung und -zubehör gibt, kaum ohne Auswirkungen auf bereits ansässige Sportgeschäfte bleiben dürfte. Im weiteren Verlauf wurde die Verkehrsanbindung des Outlets diskutiert, aber auch die Verkehrssituation in der Stadt und den Parkplatzmangel in Brötzingen.

„Es wäre einmal an der Zeit, einen Ortstermin zu machen und den Oberbürgermeister herzubitten“, sagte Klimanski. Ein Parkhaus auf dem Platz, an dem sonst der Rummel bei Frühlingsfest und Martinimarkt steht, kam ins Gespräch. „Darüber müsste man noch einmal nachdenken“, sagte Stadtrat Carol Braun (FW) auch hinsichtlich der Aussicht, die beiden Feste zukünftig ohne Riesenrad und Boxauto stattfinden zu lassen.