Baustelle Westtangente Erdaushub 15
Die Westtangente (obere Bildhälfte) erhält nun die endgültige Fahrbahnmarkierung. Am Bildran unten ist die Baustelle für den Arlinger Tunnel zu sehen. Von hier aus soll die Westtangente unterirdisch bis ins Brötzinger Tal geführt werden. 

Westtangente erhält endgültige Fahrbahn-Markierung - Zeitweise eingeengt

Pforzheim. Im Zuge des ersten Bauabschnittes der Baumaßnahme „B463 Westtangente Pforzheim“ finden ab Montag, 2. September Markierungsarbeiten im Bereich des bereits für den Verkehr freigegebenen Streckenabschnittes von der A8-Anschlussstelle Pforzheim-West bis zur L562 (Dietlinger Straße) statt. Im weiteren Verlauf der Strecke auf der südlichen Seite der L562 graben sich die Arbeiter in den Hang, um hier den Arlinger Tunnel für das Westtangenten-Stück bis ins Brötzinger Tal zu bauen.

Vor der Verkehrsfreigabe im April 2019 wurde die neue B463 sowie im teilplanfreien Knotenpunktbereich auch die L562 mit einer sogenannten Freigabemarkierung (provisorische Farbmarkierung) versehen. Nun soll die endgültige Markierung im Fahrbahnbereich der beiden Bundes- und Landesstraßen aufgebracht werden.

Die witterungsempfindlichen Arbeiten sind im Zeitraum von Montag, 2. September bis Freitag 6. September vorgesehen. Im Zuge der Markierungsarbeiten müssen die Fahrbahnen der B463 und L562 zeitweise eingeengt werden. Es ist mit geringfügigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Auf der Südseite der Dietlinger Straße wird in den Hang gebohrt

Über der Dietlinger Straße hinweg soll künftig der rund 1,3 Kilometer lange Arlinger Tunnel den Höhenrücken des Stadtteils Arlinger unterqueren. Er besteht aus dem eigentlichen Verkehrstunnel und einem östlich angelegten Rettungsstollen. Der überwiegende Teil des Tunnels wird in bergmännischer Bauweise hergestellt und durchfährt wechselhaftes und größtenteils inhomogenes Gebirge. Insgesamt werden circa 330.000 Kubikmeter an Aushub- und Ausbruchmassen anfallen.  

Baustelle Westtangente Erdaushub 01
Bildergalerie

Baustelle für den Arlinger Tunnel

Anschlag Arlingertunnel 28
Bildergalerie

Tunnelanschlag der Westtangente

Nach der Fertigstellung werden auf dem ersten Bauabschnitt täglich bis zu 26.900 Kraftfahrzeuge bei einem Schwerverkehrsanteil von etwa 12 Prozent erwartet. Im Stadtgebiet Pforzheim werden vor allem die Durchgangsstraßen dadurch erheblich entlastet. Die Baukosten für die Rohbauarbeiten des Arlinger Tunnels sind mit rund 75 Millionen Euro veranschlagt.

Die Arbeiten für die Herstellung des Rohbaus werden voraussichtlich dreieinhalb Jahre dauern. Hinzu kommt rund ein Jahr Bauzeit für die Betriebsausstattung des Tunnels einschließlich des Anschlusses an die B294.

Westtangente soll Pforzheimer Innenstadt entlasten

In Pforzheim treffen in der Kernstadt die Ströme von drei Bundesstraßen aufeinander. Die B10 in West-Ost-Richtung, die B294 in Südwest-Nordost-Richtung und die B463, die aus der Stadtmitte in südlicher Richtung ins Nagoldtal führt. Durch die topographische Lage entlang der Flüsse Enz und Nagold nehmen die drei Bundesstraßen sowohl örtlichen und regionalen als auch überregionalen Verkehr auf. Hierdurch kommt es zu einem erheblichen Durchgangsverkehr in der Innenstadt. Nach Fertigstellung der Westtangente soll das Stadtgebiet Pforzheim eine deutliche Entlastung erfahren. pm/tok

Mehr zu Baustellen in Baden-Württemberg unter www.vm.baden-wuerttemberg.de unter Service/Verkehrsinformationen und www.baustellen-bw.de.