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Glücklich: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum (rechts) hat in Berlin auf einer Informationsveranstaltung für die Abgeordneten der Koalitionsfraktionen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erfahren, dass es jetzt Geld für den Bau der Westtangente gibt.  © Privat
Ein Ausblick, der bald verschwunden sein wird: Der erste Bauabschnitt der Westtangente soll jetzt endlich realisiert werden. Von der Wilferdinger Höhe (Foto) wird die Umgehungsstraße ins Brötzinger Tal führen. Foto: Ketterl © Ketterl
Ein Ausblick, der bald verschwunden sein wird: Der erste Bauabschnitt der Westtangente soll jetzt endlich realisiert werden. Von der Wilferdinger Höhe (Foto) wird die Umgehungsstraße ins Brötzinger Tal führen. Foto: Ketterl © Ketterl
20.07.2015

Westtangente kommt! - Berlin gibt Geld für Teilstück des ersten Bauabschnitts

Pforzheim/Berlin. „Heute ist ein grandioser Tag für Pforzheim und den Enzkreis“, freut sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum in Berlin. Auf einer Informationsveranstaltung für die Abgeordneten der Koalitionsfraktionen hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt heute die Verteilung von 2,7 Milliarden Euro eines Investitionspakets für die Straßenverkehrsinfrastruktur verkündet. Dazu gehören auch der erste Teil des ersten Bauabschnitts der Westtangente zwischen A8-Anschlussstelle Pforzheim-West und Dietlinger Straße sowie der weitere Ausbau der A8 zwischen Pforzheim-Nord und -Süd.

Bildergalerie: Demonstration für die Westtangente

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„Somit fließen insgesamt 167 Millionen Euro in unsere Region, 20 Millionen für die Westtangente und 147 Millionen für die Autobahn. Damit sind wir die klaren Matchwinner bei der bundesweiten Vergabe der Gelder für den Straßenausbau“. Mit einem Baustart kann unmittelbar nach Abschluss der Ausschreibungen gerechnet werden. „Das sind ausgesprochen gute Nachrichten“, sagte ein hocherfreuter Enzkreis-Landrat Karl Röckinger.

„Toll, toll, toll und so was von dringend notwendig.“ Das war der erste Kommentar von Oberbürgermeister Gert Hager auf die Nachricht aus Berlin. Danach wird zunächst der erste Teil des ersten Bauabschnitts vom Autobahnanschluss Pforzheim-West bis zur Dietlinger Straße realisiert. Der zweite Teilabschnitt durch den neu zu bauenden Arlingertunnel bis ins Brötzinger Tal soll nach Signalen aus Berlin unmittelbar folgen. „Für die gesamte Region bedeutet das eine gewaltige Entlastung, für und in Pforzheim wird damit ein ganz wichtiger Bestandteil in unserem Verkehrsentwicklungsplan eingelöst“, so der Oberbürgermeister. „Davon profitiert als erstes natürlich Pforzheim – aber auch die Bürger in Keltern, in Birkenfeld und in Straubenhardt erhalten so eine bessere Anbindung an das überregionale Straßennetz“, erklärt Röckinger.

Bildergalerie: Westtangente: Kein Anschluss unter dieser Verbindung

„Diesen Tag werden alle in Pforzheim und in der Region Nordschwarzwald dick unterstreichen als einen Meilenstein für die weitere Entwicklung unserer Region“. „Endlich geht es bei der Westtangente einen entscheidenden Schritt weiter“, freute sich auch der Enzkreisabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der FDP/DVP im baden-württembergischen Landtag Dr. Hans-Ulrich Rülke über die langersehnte Zusage aus Berlin zum Weiterbau der Westtangente in Pforzheim. „Es hat sich ausgezahlt, dass alle Abgeordneten, Landräte und Oberbürgermeister der Region beharrlich daran gearbeitet und an einem Strick in dieselbe Richtung gezogen haben“, so Rülke weiter.

Gunther Krichbaum, CDU-Bundestagsabgeordneter für Pforzheim und den Enzkreis, war eigens zu diesem Termin nach Berlin gekommen. „Endlich bekommt auch Pforzheim eine Umfahrung, die nicht nur den Verkehr in der Innenstadt reduzieren wird, sondern zugleich den gesamten Nordschwarzwald besser an die Autobahn anbinden wird. Und mit dem Autobahnabschnitt zwischen Pforzheim-Nord und -Süd wird auch die letzte Lücke des Ausbaus zwischen Karlsruhe und Stuttgart geschlossen.“ „Wie immer, so hat auch bei der Westtangente der Erfolg viele Mütter und Väter“, so Krichbaum. Sein Dank gilt ganz besonders den Bürgerinnen und Bürgern, hier speziell auch den Bürgervereinen, die jahrelang für die Westtangente gekämpft haben.

Bildergalerie: Bagger bereiten Bau der Westtangente vor

„Mein Dank gilt auch der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis, der IHK und der Kreishandwerkerschaft. Von politischer Seite danke ich natürlich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und seinen Staatssekretären Dorothee Bär und Norbert Barthle, ihren Abteilungsleitern Veit Steinle und Dr. Stefan Krause, dem Vorsitzenden der CDU-Landesgruppe Thomas Strobl und meinen Kollegen Steffen Bilger und Michael Donth aus dem Verkehrsausschuss, den regionalen Kolleginnen und Kollegen aus dem Bundestag und dem Landtag sowie auch dem ehemaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus, dem die Westtangente stets ein wichtiges Anliegen war“, sagte Krichbaum. Hagers erster Dank ging an die zahlreichen Unterstützer und Helfer beim Thema Westtangente, „allen voran unseren beiden Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum und Katja Mast; der unermüdliche Einsatz aller Beteiligten und unsere gemeinsame stille Diplomatie in den vergangenen 18 Monaten haben zum Erfolg geführt“. Genauso seien die „IHK, die Bürgervereine mit Ihrem niemals enden wollenden Optimismus, Landrat Helmut Riegger aus Calw und die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger zu nennen, die immer an die Realisierung geglaubt haben“.

Krichbaum hatte in den vergangenen Jahren viele Hintergrundgespräche im Verkehrsministerium organisiert. „Seit meiner Wahl in den Bundestag 2002 bin ich an der Westtangente dran und habe dabei eines gelernt: Politik besteht manchmal aus dem Bohren dicker Bretter. Aber gelegentlich sind diese Bretter auch aus Beton. Schön, dass wir jetzt den Durchbruch geschafft haben.“

Die Große Koalition, so Krichbaum, erhöht kontinuierlich die Mittel für den Erhalt der Straßeninfrastruktur. Von knapp 10 Milliarden Euro jährlich wird dieser Etat auf 14 Milliarden Euro im Jahr 2018 anwachsen. „Wir gehen den Investitionsstau an, damit unser Land auch künftig wettbewerbsfähig bleibt“, so Krichbaum. 65 Prozent der Straßenbaumittel gehen künftig in den Erhalt bestehender Straßen, 35 Prozent in den Neubau. Umso erfreulicher sei es, dass insbesondere durch die Ausweitung der LKW-Maut auf weitere Bundesstraßen neue finanzielle Spielräume entstanden sind, von denen gerade auch die Westtangente profitiert hat, so Krichbaum.

Die Westtangente soll die Pforzheimer Innenstadt und auch den Stadtteil Dillweißenstein vom Durchgangsverkehr in den Nordschwarzwald entlasten. Die ganze Entlastungswirkung beruht aber auf der Kombination von erstem und zweitem Bauabschnitt, denn die Westtangente soll nicht auf der B294 im Brötzinger Tal enden, sondern das Enztal überqueren und durch den Berg hinunter ins Nagoldtal führen, um hinter Dillweißenstein auf die B463 zu stoßen.

Mit dem sechsstreifigen Ausbau des A8-Abschnitts zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Süd und -Nord werde das letzte Nadelöhr beseitigt. „Damit kann der Verkehr störungsfrei zwischen Karlsruhe und Stuttgart rollen“, sagt Röckinger. Das sei eine gute Nachricht für die Bürger und die Betriebe. Zudem seien auch beim Lärmschutz der direkten Anwohner erhebliche Verbesserungen zu erwarten.

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