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Wettnageln-Siegerehrung beim Johannes Reuchlin Cup (von rechts): Kai Weinmann, Präsident des Lions Clubs Pforzheim Johannes Reuchlin, und PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht, die „Fitness Warriors“ (Platz 3), Team „Gwinner“ (Platz 1) und die Wirtschaftsjunioren II (Platz 2).Tilo Keller 

Wettkampf-Nageln des Lions Clubs Pforzheim: Erlös geht direkt an „Menschen in Not“

Pforzheim. Kaum zu glauben, wieviel Spaß es machen kann, Nägel im Holz zu versenken – das Wettkampf-Nageln des Lions Clubs Pforzheim Johannes Reuchlin hat das bereits zum fünften Mal gezeigt. Am Freitagabend sind bei dem stimmungsvollen Charity-Event in „Goldis Stadl“ 14.000 Euro Spendengeld zusammengekommen, davon sind noch am gleichen Abend 3500 Euro an „Menschen in Not“ übergeben worden.

„Die spontane Notaktion ist so eingeschlagen, dass wir die Veranstaltung schon im fünften Jahr anbieten“, sagte Kai Weinmann, aktueller Präsident des Lions Clubs Pforzheim Johannes Reuchlin. Vor fünf Jahren war das Wettkampf-Nageln eigentlich nur ein Ersatzprogramm für das Eisstockschießen, das wegen Unwetters ausfallen musste. Deshalb wurde damals der Kampf um den „Johannes Reuchlin Cup“ ins Innere von „Goldis Stadl“ verlegt und mit Holzblock, Hämmern und Nägeln ausgetragen. Das hatte sich als eine so unterhaltsame und mitreißende Veranstaltung erwiesen, dass der Lions Club das Event seither beibehalten hat. Am Freitagabend verfolgten 250 Gäste mit Spannung den Wettkampf rund um die Holzblöcke. „Die Stimmung ist bombastisch“, merkte Weinmann an. „Letztendlich zählt der olympische Geist, schließlich soll es Spaß machen, und es ist für einen guten Zweck.“ An den vier Holzbockstationen traten insgesamt 164 Spieler in 38 Teams gegeneinander an. Dass der Spaß im Vordergrund stand, zeigten auch so fantasievolle Team-Namen wie „Grüne Klopfer“, „Hammerfrauen“, „Paragrafennagler“ oder „Schwarzwälder Hammerschläger“. Und dass an einer Station eine blaue Kehrschaufel die fehlende vierte grüne Fahne der Schiedsrichter ersetzte, trug ebenso zur humorvollen Wettkampfatmosphäre bei wie Moderator Timo Klittich, der die „Naglerinnen und Nagler“ zu den jeweils nächsten Runden aufrief. Die Teilnehmer schlugen die Nägel unter lauten Anfeuerungsrufen ins Holz. Die besten Teams schafften es, innerhalb der zwei Minuten langen Durchgänge über 50 Nägel zu versenken. In den finalen K.O.-Runden wurde es sogar noch spannender. Auf Stühlen und nicht mehr benötigten Klötzen stehend, versuchten die Zuschauer einen Blick auf die erfolgreichsten Nagler zu erhaschen. Den Sieg fuhr das Team von „Gwinner“ ein, das seinem Namen damit alle Ehre machte. Sie siegten souverän mit 51 Nägeln und verwiesen das Team Wirtschaftsjunioren II mit 43 Nägeln auf Platz zwei. Das Spiel um Platz drei gewannen die „Fitness Warriors“ mit 48 Nägeln. Die Schwarzwälder Hammerschläger landeten mit 44 Nägeln auf dem vierten Platz. Insgesamt wurden 8665 Nägel ins Holz getrieben. Die stattliche Spendensumme von 14.000 Euro kam nicht nur durch die Startgebühren und Sponsorengelder zusammen, sondern auch durch spontane Spenden und Wetteinsätze der Teams. Neben den 3500 Euro für „Menschen in Not“ gehen 7000 Euro an einen Pforzheimer Kindergarten. Mit den restlichen 3500 Euro werden clubeigene Projekte unterstützt, wie die Lehrerseminarreihe Lions-Quest, das Stadtjugendringprojekt Lindelbrunn, der Spendenmarathon „Lichtblicke“ bei RTL und das Schulprojekt BiSa.