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Eine Projektgruppe von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Personalmanagements der Hochschule Pforzheim erarbeitete unter Leitung von Anja Schmitz, Professorin im Studiengang (rechts), ein Konzept für die Aus- und Weiterbildungsbörse in Mühlacker. Hochschule 

Wichtiger Partner in Zeiten der Digitalisierung: Netzwerk für berufliche Fortbildung Pforzheim

Pforzheim. Fachkräftesicherung und Weiterbildung gewinnen in einer Arbeitswelt, die sich rasant ändert, zunehmend an Bedeutung. Die Digitalisierung bringt Chancen und Herausforderungen mit sich, die nur dann bewältigt werden können, wenn Unternehmen die richtigen Mitarbeitenden finden, an sich binden und über die Lebensspanne kontinuierlich weiterbilden können.

Hier kommt der Wirtschaftsförderung und dem regionalen Netzwerk für berufliche Fortbildung eine große Bedeutung zu. Sie unterstützen die Unternehmen der Region durch zahlreiche Angebote dabei Mitarbeitende zu finden und zu qualifizieren. Eine zentrale Veranstaltung ist die jährlich stattfindende Aus- und Weiterbildungsbörse in Mühlacker. Dort treffen Interessierte Bewerber und Wissensdurstige auf Unternehmen und Anbieter.

Um Ideen dafür zu sammeln, wie das Netzwerk für berufliche Fortbildung Pforzheim/Enzkreis, die Unternehmen der Region auch in Zukunft erfolgreich unterstützen kann, entstand eine Kooperation mit der Hochschule Pforzheim. Im Rahmen eines Seminars im 6. Semester erarbeitete eine Projektgruppe von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Personalmanagement ein Konzept dazu, welche Aktivitäten das Netzwerk in Zukunft aufgreifen könnte, um auch in Zeiten der Digitalisierung wichtiger Partner der Unternehmen zu bleiben.

Mitte Februar stellten die Studierenden der Hochschule im Rathaus Mühlacker dem Netzwerk für berufliche Fortbildung ihr Konzept vor. Mit ihrer Arbeit überzeugten die Studierenden die Netzwerkmitglieder. „Die Studierenden haben uns anhand vieler Beispiele aufgezeigt, wie eine Messe aussehen kann, die auch in fünf Jahren noch Publikum anzieht. Wir werden das Konzept in weiteren Gremien vorstellen und die nächsten Entwicklungsschritte beraten“, freute sich Anette Popp, Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Mühlacker. Gabriele Hildwein, stellvertretende Vorsitzende des Netzwerks für berufliche Fortbildung Pforzheim/Enzkreis ergänzte: „Uns steht nun ein modulares Konzept zur Verfügung. Jetzt liegt es an uns, aus diesem Baukasten auszuwählen und die Messe schrittweise auszubauen. Die Impulse der Studierenden haben uns einen neuen Blick auf die Wünsche und Erwartungen von Messe-Besuchern gegeben. Und die Digitalisierung bietet hier spannende Anwendungsmöglichkeiten.“„Die Frage danach, wie Organisationen auf sich als Arbeitgeber aufmerksam machen können wird in Zukunft an Relevanz weiter zunehmen. Chancen werden vor allem die Unternehmen haben, die es verstehen, zu einem frühen Zeitpunkt mit zukünftigen Bewerbern in einen echten Austausch zu treten und möglichst früh eine andauernde Bindung zu gestalten. Aus- und Weiterbildungsmessen sind dafür ein Ansatzpunkt. Sie bieten zahlreiche Möglichkeiten und wertvolle Erlebnisse für die Absolventen und Weiterbildungsinteressenten zu gestalten“, erläutert Dr. Anja Schmitz, Professorin im Bachelor-Studiengang Personalmanagement an der Hochschule.Die Pforzheimer Professorin leitete das studentische Projekt und ist überzeugt, dass dieses Modell des Lernens an einem realen Projekt für alle Beteiligten große Vorteile bietet. „Theorien und akademische Ansätze sind die eine Seite, die ganze Vielfalt der Praxis - das Zusammenspiel von Menschen, Technik und Finanzen - kann man nur begreifen, wenn man konkret in der Praxis gefordert ist“, sind auch die Studierenden überzeugt.Bereits ab dem ersten Semester arbeiten die Studierenden mit konkreten Praxisbeispielen aus Unternehmen. „Als Hochschule für angewandte Wissenschaften ist uns der der enge Kontakt zur Praxis und ein tragendes Netzwerk mit wirtschaftlichen Akteuren in der Region sehr wichtig“, so Schmitz.