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14.07.2008

Wie die Steuern aufs Eis kommen

PFORZHEIM. So viele Kinder wie nie zuvor haben sich für die Kinder-Uni angemeldet. Zwei Wochen lang dürfen über 930 Schüler an der Hochschule ihr Wissen über alltägliche Dinge mit wissenschaftlichem Anspruch erweitern.

Zusammen mit PZ-Chefredakteur Jürgen Metkemeyer freute sich Bürgermeister Gert Hager über das Interesse der Schüler an dem besonderen Bildungsangebot. Sichtlich froh waren die Kinder, als Hager ihnen verkündete, dass sie den Rektor und Referenten des ersten Kinder-Uni-Tages, Martin Ehrhardt, nicht mit dem komplizierten Titel „Seine Magnifizenz“ ansprechen müssen. Auch das Klatschen konnten sie sich sparen, denn „an der Hochschule klopft man auf den Tisch, wenn einer etwas gesagt hat, das Sinn macht“, klärte sie Ehrhardt auf. Von ihm lernten die Schüler gestern, was Steuern eigentlich sind, warum man sie bezahlen muss und was man als Bürger dafür bekommt. Damit die Kinder das Thema besser verstehen, hatte der Rektor mehrere Beispiele vorbereitet, wie etwa das vom Erdbeer-Eis. Nun wissen die Kinder, dass es einen Weg vom Landwirt zur Eisfabrik und in den Supermarkt nimmt und jedes Mal ein Teil vom Kaufpreis ans Finanzamt geht, bevor sie die Erfrischung genießen können.

Viele Fragen gestellt

Ehrhardt hatte es mit sehr wissbegierigen Schülern zu tun, denn zwischen seinen Ausführungen nutzten sie die Zeit, um ihm ein Loch in den Bauch zu fragen. So ist ihnen aber klar geworden, warum Schwarzarbeit dem Staat schadet, weshalb man Steuern in der Antike auch in Form von Naturalien bezahlt hat und dass früher sogar einmal Bärte und Perücken besteuert wurden. Die zweite von zehn Vorlesungen widmet sich heute dem Thema Design-Trends.