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Ein interessiertes Publikum fand Professor Dr. Bernhard Pörksen (Zweiter von rechts) beim Studium Generale an der Hochschule, hier flankiert von Professorin Frauke Sander (links), Rektor Ulrich Jautz und Professorin Christa Wehner. Foto: Morelli
Ein interessiertes Publikum fand Professor Dr. Bernhard Pörksen (Zweiter von rechts) beim Studium Generale an der Hochschule, hier flankiert von Professorin Frauke Sander (links), Rektor Ulrich Jautz und Professorin Christa Wehner. Foto: Morelli
16.05.2019

Wie sich unsere Kommunikation verändert hat – ein Wissenschaftler gibt Antworten

Pforzheim. Täglich verkündet Donald Trump zwischen acht und zehn irreführende oder schlichtweg falsche Aussagen auf Twitter. Sogenannte „Fakenews“ und Verschwörungstheorien verbreiten sich in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer.

Derart anschaulich beschreibt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen am Mittwochabend das „digitale Zeitalter der Desinformation“ beim Studium Generale. Er spricht von „tektonischen Verschiebungen unserer Informations-Architektur“ und von der „Netz-Utopie“ wonach uns mehr Information mündiger machen werde.

Veränderte Kommunikation

Die Atmosphäre im Audimax der Hochschule Pforzheim ist hochkonzentriert. Der Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen analysiert präzise, aber verständlich, wie sich die Kommunikation durch das Internet und die Smartphones verändert hat. Er selbst sei in seiner Sichtweise hin- und hergerissen. Auf der einen Seite beängstige ihn die Entwicklung von Hass, Propaganda, Manipulation und verbaler Gewalt. Auf der anderen Seite begrüße er den Reichtum an Informationen und die Vielfalt an Ideen im Internet. Schließlich sei das gesamte Netz „ein riesenhafter Pool der Faszinationen“ geworden.

Beide Perspektiven sind Pörksen wichtig. Wie soll demnach die digitale Zukunft aussehen? Diese Frage beantwortet er mit seinem Ideal einer „redaktionellen Gesellschaft“. Damit meint Pörksen eine Gesellschaft, in der jedes Mitglied gelernt hat, sich wie ein guter Journalist zu verhalten. Erforderlich dazu: Ein präzise eingestellter Wertekompass – „nötig in einer Zeit, wo alle zu Sendern geworden sind!“.

Mehr lesen Sie am Freitag, 17. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.