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Anna Leipold mit Pony „Pascha“ und Lenja Stoll mit „Arvanne“ passieren eines der Schilder, das für geregelte Abläufe sorgt.  Foto: Meyer 

Wildpark Pforzheim: Datum für Wiedereröffnung steht – das müssen Besucher beachten

Die Gänse und die Ponys haben es schon drauf und machen es vor: Auf einer Einbahnstraße müssen Besucher durch den Kinderbauernhof spazieren, wenn der Wildpark wieder öffnet. Am kommenden Mittwoch, 27. Mai, wird es endlich so weit sein. Viel Aufwand hat die Stadtverwaltung betrieben, um die beliebte Anlage im Hagenschieß trotz der coronabedingten Auflagen für Tierfreunde zugänglich zu machen. Seit Mitte März war sie abgeriegelt. Hinter den Kulissen musste an verschiedenen Stellen intensiv nach Lösungen gesucht und ein detailliertes Hygiene- und Besuchersteuerungskonzept erarbeitet werden, heißt es aus dem Rathaus. Denn die großen Vorteile des Wildparks – frei und öffentlich zugänglich zu sein, ohne Haupteingang, ohne Zäune oder Absperrungen und mit kostenlosem Eintritt –, wurden nun zu besonderen Herausforderungen.

„Es ist uns aber gelungen, diese alle zu meistern und jetzt eine wirklich gute Lösung auf den Tisch zu legen“, betont Bürgermeisterin Sibylle Schüssler: „Wir nutzen hier die große Chance, um unter den Bedingungen der Pandemie ein familienfreundliches Freizeitangebot mit digitalen Hilfsmitteln auf den Weg zu bringen.“ Die Bau- und Kulturdezernentin hat mit dem Ersten Bürgermeister Dirk Büscher den Vorsitzenden der Fraktionen und Gruppierungen des Gemeinderats in einer Telefonkonferenz das Wiedereröffnungskonzept vorgestellt und breite Zustimmung erhalten. Die PZ zeigt auf, wie’s geht.

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Die Wiedereröffnung des Wildparks steht vor der Tür: So bereitet sich der Park auf die Besucher vor

Die verbindliche Anmeldung im Internet:

Das größte Problem, das es zu lösen galt: In Zeiten der Pandemie darf die Besucherzahl im Wildpark nie höher als 400 liegen – diese Zahl wurde auf der Grundlage von Bewegungsflächen errechnet. Schnell war klar: Der Besuch kann nur mit verpflichtender Anmeldung möglich sein. OB Peter Boch war es daher wichtig, ein Online-Ticketing-System auf die Beine zu stellen, damit Pforzheim auch hier seinem Anspruch als „Smart City“ gerecht wird. Nun hat das von der Stadt in Auftrag gegebene Online-Ticketing-System seinen ersten Probelauf bestanden und kann auf der städtischen Internetseite umgesetzt werden, auch wenn es am Montag nochmals einen weiteren kleinen Testlauf vor Ort geben wird. Die guten Nachrichten konnte der Erste Bürgermeister in Vertretung für den Oberbürgermeister bei der Telefonkonferenz den Fraktionsvorsitzenden gemeinsam mit Schüssler vermelden und hebt hervor: „Die Mittel für das neue System sind gut investiertes Geld, weil wir die Online-Besuchersteuerung zwar zunächst für den Wildpark anschaffen, sie aber künftig auch für andere Fachbereiche nutzen können – etwa für große Veranstaltungen“, so  Büscher. Die Wiedereröffnung am Mittwoch, 27. Mai:

Ab sofort wird also ein Link auf der städtischen Homepage zur Verfügung stehen, über den sich Besucher ein Zeitfenster – entweder vormittags oder nachmittags – buchen können und dafür eine Bestätigung in Form eines QR-Codes für den Einlass zugesandt bekommen. Eine Buchung ist auf  www.pforzheim.de/wipa erstmals für Mittwoch, 27. Mai, möglich. Dabei muss angegeben werden, mit welcher Personenzahl jemand den Wildpark besuchen möchte. Bis zu sechs Personen sind bei jeder Buchung möglich. Zur Orientierung wird in der Übersicht der möglichen Besuchszeiten bei jedem Zeitfenster angegeben, für wie viele Personen bereits Buchungen vorliegen. Geöffnet haben wird der Wildpark vorübergehend täglich von 10 bis 17 Uhr.

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Schilder liegen bereit, um Besuchern in Pandemiezeiten den Weg zu weisen. Foto: Meyer

Das Hygiene- und Besuchersteuerungskonzept:

Es gibt ein detailliertes Konzept zu Hygiene und Steuerung, damit die Besucher die notwendigen Vorschriften einhalten können. Grundlage ist eine räumliche Trennung der Ein- und Ausgangsbereiche. Der Zugang zum Wildpark wird bis auf weiteres ausschließlich über den Haupteingang möglich sein. Der Ausgang befindet sich zwischen den Gehegen für Axis- und Sikawild zwischen den Parkflächen P1 und P2. Alle übrigen Zugänge bleiben weiterhin geschlossen. Ein Sicherheitsdienst ist vor Ort. Als zusätzlicher Schutz für Besucher, Personal und Wildpark-Tiere gemäß den Vorgaben des Landes gilt für Personen ab sechs Jahre während des Besuchs eine Pflicht zum Tragen sogenannter Behelfsmasken. Ergänzend werden eine Beschilderung mit Hygienehinweisen angebracht sowie Hygienestationen zur Handdesinfektion aufgestellt. Das Besucher-WC wird laut Stadtverwaltung regelmäßig kontrolliert. Dennoch könnten nicht alle Bereiche und Angebote unmittelbar wieder geöffnet werden. Vorübergehend geschlossen bleiben demnach der Streichelzoo, das Ewald-Steinle-Haus sowie die Waldrapp-Voliere. Im Kinderbauernhof gilt eben jene Einbahnstraßenregelung. Auch alle Schaufütterungen und Führungen, die Veranstaltungen aus dem Aktionskalender sowie die Angebote der Junior-Ranger-Ausbildung entfallen.

Das Parken:

Parkmöglichkeiten bestehen auf den Parkplätzen P1 und P2. Auch hier gibt es nun ein zusätzliches digitales Angebot: Die Parktickets können übers Smartphone bezahlt werden. Da dies im Stadtgebiet bereits seit einiger Zeit möglich ist, wurde das Angebot kurzerhand auf die Parkzone am Wildpark erweitert. Im Hinblick auf die geplante Wiederöffnung soll das zusätzliche Angebot „einer unerwünschten Warteschlangenbildung an den Parkscheinautomaten entgegenwirken“, so die Stadtverwaltung. Die Parkscheinautomaten bleiben jedoch parallel in Betrieb. Die Anmeldung zum Besuch des Wildparks, der am kommenden Mittwoch öffnet, ist schon jetzt auf www.pforzheim.de/wipa möglich.