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Hier waren Wühler am Werk: Bei der Schranke am Großen Lückenweg haben Wildschweine gebuddelt.
Hier waren Wühler am Werk: Bei der Schranke am Großen Lückenweg haben Wildschweine gebuddelt.
16.12.2015

Wildschweine wüten wie die Sau

Der Große Lückenweg trägt seinen Namen dieser Tage zu Recht. Große Lücken tun sich neben der Schranke in Richtung Wildpark im Erdreich auf. Oder besser: große Löcher. Wie wild haben Schweine gewütet – in nächster Nähe zur Wohnbebauung. Dies ist kein Einzelfall.

Die Wildschwein-Population sei „ein Stück weit außer Kontrolle“, sagt der Wildpark-Förster Carsten Schwarz. Mehrere Faktoren sorgen dafür, dass der Schwarzwild-Bestand ähnlich heftig explodiert wie beim letzten Höchststand vor einigen Jahren. Bundesweit hätten die Verantwortlichen für den Forst mit diesem Problem zu kämpfen, weiß der Leiter des Amts für Umweltschutz, Markus Haller. In einer Stadt, die so von Wald umgeben ist wie Pforzheim, werde das Phänomen besonders augenfällig. „Überall dort, wo die Bebauung an Wald oder Grünflächen grenzt, drücken sie raus.“ Sie, das sind Wildsauen, die sich bei den aktuellen Bedingungen pudelwohl fühlen. „Total mild“ sei der vorangegangene Winter gewesen, sagt Haller. Und dieser Winter verdient bislang ebenfalls seinen Namen nicht. „Die Wildschweine sind unter den Gewinnern des Klimawandels“, bringt es Haller auf den Punkt.

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