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Wer war Willi Cordier? Das wollen Rainer Bartels (Kulturrat), Marc Pommerering (Autor), Klara Deecke (Stadtarchiv – mit einem Foto des CVJM-Heims an der Kiehnlestraße) und Peter Oppermann (Stadttheater, von links) wissen. Foto: Ketterl
Wer war Willi Cordier? Das wollen Rainer Bartels (Kulturrat), Marc Pommerering (Autor), Klara Deecke (Stadtarchiv – mit einem Foto des CVJM-Heims an der Kiehnlestraße) und Peter Oppermann (Stadttheater, von links) wissen. Foto: Ketterl
07.09.2018

Willi Cordier: Archiv, Theater und Kulturrat auf den Spuren eines Sektengründers

Pforzheim. Visionär? Utopist? Charismatiker? Spinner? Menschen- oder eher Rattenfänger? An Willi Cordier schieden und scheiden sich die Geister – derer (vor allem junger Menschen zwischen 20 und 35), die ihm ab den 1950er-Jahren von Pforzheim aus nach Südamerika folgten. Derer, die ihm ihr Vermögen mit auf den Weg gaben. Derer, die ihre Kinder an den gelernten Kaufmann und CVJM-Sekretär verloren.

Und derer, die sich im Nachhinein mit dem gebürtigen Straßburger befassen, aufgewachsen in Esslingen und mit 30 Jahren in Pforzheim gestrandet, von wo aus er mit „Jüngern“ die Pforzheimer Trümmerwüste im Besonderen und das Wirtschaftswunderland Deutschland im Allgemeinen hinter sich ließ. Eine schillernde Person, ein Drama, das das Leben schrieb und wenig bekannt – doch das soll sich jetzt ändern, dank einer Kooperation von Theater, Stadtarchiv, der Sektion des Pforzheimer Kulturrats und des renommierten Autors Marc Pommerening.

Cordiers Spuren“ wird das Stück unter Federführung von Chefdramaturg Peter Oppermann heißen, das als „work in progress“ entstehen wird, auf Zeitzeugenberichten oder -hinterlassenschaften fußt und im Juni nächsten Jahres am Stadttheater aufgeführt werden soll – „eine Welt-Uraufführung“, so Oppermann bei der Auftaktveranstaltung, die in Zwischen-Präsentationen und Workshops münden soll, ehe die finale Fassung (von der noch niemand weiß, wie sie aussehen wird) auf die Bühne kommt.

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