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01.12.2015

Windkraftgegner bleiben trotz Messreihe skeptisch

Pforzheim-Büchenbronn. Für nicht nachvollziehbar, weil nicht überprüfbar halten Teile des Büchenbronner Ortschaftsrats die vorgelegte Messreihe des international agierenden Ingenieur- und Consultingunternehmens Lahmeyer (Bad Vilbel) hinsichtlich der Windwerte auf der Büchenbronner Höhe.

Dorthin könnten zwei Windräder errichtet werden. Projektentwickler juwi (Wörrstadt) behauptet nach über einjähriger Messung, die Windkräfte würden ausreichen, um auf dem Sauberg wirtschaftlich Strom aus Windkraft zu erzeugen. Auf Antrag der Bürgerliste, unterstützt auch von Vertretern anderer Parteien, durften die Mitglieder des Ortschaftsrats am Montag Einblick in die Unterlagen nehmen – nach PZ-Informationen Wind auf die Mühlen des Projektentwicklers. Der Einblick unterstreicht aber unauslöschbare Bedenken der Windkraftgegner in Büchenbronn.

„Die Daten sind so gut, dass unsere Zweifel nur noch bestätigt werden“, so ein Ortschaftsratsmitglied. In diesem Zusammenhang lässt eine Klage vor dem Landgericht Mainz aufhorchen. Kläger ist die pfalzwind GmbH, ein Joint venture der Pfalzwerke AG und der Rio Energie GmbH (eine hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Mainz). Sie will einen von juwi Energieprojekte enwickelten und errichteten Windpark im saarländischen Ottweiler rückabgewickelt haben. Laut Pfalzwerke hätten sich die Ertragsprognosen von juwi schon kurz nach der Inbetriebnahme im Jahr 2010 als zu optimistisch erwiesen, so dass die Rendite deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“.