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In der Nüchternheit eines Klassenzimmers der Pforzheimer Fritz-Erler-Schule stellt sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) den Fragen der PZ-Redakteureh+. Foto: Seibel
In der Nüchternheit eines Klassenzimmers der Pforzheimer Fritz-Erler-Schule stellt sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) den Fragen der PZ-Redakteureh+. Foto: Seibel
Seit sechs Jahren unumstrittener Kopf der Landesregierung: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Foto: Seibel
Seit sechs Jahren unumstrittener Kopf der Landesregierung: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Foto: Seibel
02.06.2017

Winfried Kretschmann: „Höre nirgends so viele Klagen wie aus Pforzheim“

Die Vorgabe aus dem Staatsministerium für das PZ-Interview ist eindeutig: Keine Fragen zu den Grünen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann – so die Lesart – soll davor bewahrt werden, nach seiner Kritik an seinen Parteifreunden nach der verpatzten NRW-Landtagswahl und den derzeit schlechten Umfragewerten nicht noch mehr Öl ins Feuer zu genießen. An Themen mangelt es dennoch nicht: von der Zukunft des Dieselmotors über Europa bis zu Korrekturen an der Polizeireform.

Letzteres treibt vor allem die Pforzheimer um, die mit wachsender Ungeduld auf eine Entscheidung aus Stuttgart warten, ob ihr Wunsch nach einem Polizeipräsidium erfüllt wird. Kretschmann hält sich in dieser Frage vorerst bedeckt, bittet noch um etwas Geduld.

Winfried Kretschmann fährt selbst ein Diesel-Auto. Aber nun droht 2018 wegen der hohen Feinstaubkonzentration ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge unter Euronorm 6 in Stuttgart. „Es geht nicht nur um Feinstaub, sondern auch um hohe Emissionswerte beim gesundheitsschädlichen Stickoxid. Deshalb haben wir im neuen Luftreinhalteplan unter anderem vorgesehen, an einzelnen Tagen mit besonders hoher Belastung an einzelnen Straßen ein Fahrverbot zu verhängen“, sagt Kretschmann. Er sei zuversichtlich, dass die Automobilindustrie eine Möglichkeit der Nachrüstung finde.

Über Umweltplaketten, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den SPD-Herausforderer Martin Schulz kommt das PZ-Gespräch auch auf ein mögliches Polizeipräsidium Nordschwarzwald mit Sitz in Pforzheim. „Ich weiß gar nicht, warum das die Pforzheimer so umtreibt. Entscheidend ist doch die Sicherheit in einer Stadt und nicht, wo ein Präsidium sitzt“, sagt Kretschmann. Und: „Jetzt prüfen wir, was es kostet an Personal aber auch an Immobilien. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei einer Reform muss stimmen. Da bitte ich einfach um Geduld. Ob der Wunsch der Pforzheimer, der ihnen so wichtig ist, in Erfüllung geht, kann ich im Moment seriös noch nicht sagen.“

Wird Pforzheim mit dem neuen Oberbürgermeister Peter Boch, der ja in der CDU ist, mehr Zuspruch vom Land erfahren können? „Das hängt nicht davon ab, welcher Partei man angehört, sondern von objektiven Kriterien, dann kann man auch mit Hilfe rechnen“, klärt Kretschmann auf.

Das ganze Interview lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs. oder als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite.

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