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Gastwirtin Melanie Robertus und Automatenbetreuer Michael Kiefer kontrollieren den Geldschacht eines der Geräte im „Meyerhöfle“. Foto: Seibel
Gastwirtin Melanie Robertus und Automatenbetreuer Michael Kiefer kontrollieren den Geldschacht eines der Geräte im „Meyerhöfle“. Foto: Seibel
15.03.2016

Wirte und Automatenaufsteller fürchten höhere Steuer

Pforzheim/Enzkreis. Es geht gegen 11 Uhr, Melanie Robertus stellt ihren Gästen ein Bierchen auf den Tresen, wer Raucher ist, ist klar im Vorteil, auf dem Stammtisch liegt eine aktuelle PZ – eine Kneipe um die Ecke, das „Meyerhöfle“ an der Bertholdstraße. Fast drei Jahrzehnte lang wurden in einer der beiden ältesten Pizzerien Pforzheims, bei „Francesco“ also, Teige belegt, in den Steinofen geschoben, Spaghetti gekocht oder Tintenfischringe frittiert. Seit November 2012 führt Melanie Robertus Regie, drei geringfügig beschäftigte Bedienungen hat sie angestellt – doch die Mannschaftsstärke könnte sich bald reduzieren. „Irgendwie müssen wir ja einsparen“, sagt die Geschäftsführerin des „Meyerhöfles“ in der Nordstadt.

Da hat sie etwas mit der Rathausspitze gemein – nur, dass die Verwaltung auf ihre Kosten sparen will. Das hat mit den drei Geräten gleich hinter der Eingangstür zu tun: Spielautomaten. Im sogenannten Haushaltssicherungsgesetz lautet eine der vier Säulen – beim jüngsten Redaktionsbesuch erneut erläutert von OB Gert Hager – „Erträge steigern“. Da heißt es zum Punkt Steuern, die Gewerbesteuer werde „mittelfristig in vertretbarem Umfang“ angehoben, und die Hebesätze bei der Grundsteuer würden „moderat“ steigen. Bei der Vergnügungssteuer – und jetzt werden Wirte und Automatenaufsteller hellhörig – werde eine „Anpassung bis zur möglichen Höchstgrenze“ vorgenommen.

„Dass es nicht bei den derzeitigen 16 Prozent bleibt, ist mir klar“, sagt der Aufsteller Michael Kiefer, der insgesamt in Pforzheim, dem Enzkreis, dem Kreis Calw und dem Landkreis Karlsruhe 21 Gaststätten mit Glücksspielautomaten ausstattet, für die regelmäßige Wartung und Leerung sorgt – aber fürchtet, dass die Stadt die Steuer bis auf 25 Prozent anheben könnte. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.