nach oben
Vorstand und Referenten des Dehoga-Kreisverbands vor der Gaststätte des Musikvereins Eutingen: Reinhard Gallistl, Joachim Schönborn, Michael Fuchs, Vito Federico, Manfred Hetzer, Axel Grießmayer, Frank Daudert, Karin Frommherz, Siegfried Weiß und Harald Abel (von links). Foto: Lorch-Gerstenmaier
Vorstand und Referenten des Dehoga-Kreisverbands vor der Gaststätte des Musikvereins Eutingen: Reinhard Gallistl, Joachim Schönborn, Michael Fuchs, Vito Federico, Manfred Hetzer, Axel Grießmayer, Frank Daudert, Karin Frommherz, Siegfried Weiß und Harald Abel (von links). Foto: Lorch-Gerstenmaier
16.05.2017

Wirte-Verband Dehoga klagt über unflexible Gesetzgebung der Regierung

Pforzheim/Enzkreis. Der Kampf des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) um die Absenkung des Steuersatzes für die Hotellerie habe 20 Jahre gedauert, ehe man das Ziel erreicht habe, sagt der Kreisvorsitzende Reinhard Gallistl („Burg Liebenzell“) bei der Hauptversammlung in der Gaststätte des Musikvereins Eutingen. Gallistl will es als Warnung an die Politik verstanden wissen: Auch für die geforderte Anpassung der Gastronomie an den gesenkten Satz und die Einführung eines einheitlichen Steuersatzes für Restaurants und Lebensmittelhandel werde man sich weiter vehement einsetzen. In diesem Fall hat sich der Dehoga zuletzt im April in Stuttgart beim Frühlingsfest des Verbands von Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Abfuhr geholt.

Der Herr des Geldes will den Wirten nur in einem Punkt entgegenkommen – allerdings einem, der den Gastronomen seit Einführung des Mindestlohngesetzes auf den Nägeln brennt: Schäuble will sich dafür einsetzen, dass die Arbeitszeit nicht mehr jeden Tag dokumentiert und die starre maximal zulässige tägliche Arbeitszeit fällt – zugunsten einer flexibel zu gestaltenden Maximal-Wochenarbeitszeit von 48 Stunden, natürlich mit Überstundenausgleich. Hintergrund: Viele – gerade kleine – Betriebe sehen sich zu drastischen Einschränkungen ihres Angebots gezwungen: zusätzliche Ruhetage und das Öffnen des Lokals erst am Abend, um mit den erlaubten Arbeitszeiten nicht ins Gehege zu gekommen – ungeachtet realistischer Erwartungen des Gastes an Küche und Service. Kein Wunder sei es, so Gallistl, wenn im vergangenen Jahr der Umsatz in der Gastronomie in Pforzheim und dem Enzkreis um 0,1 Prozent gefallen sei. Gestiegen sei hingegen der Umsatz der Hotellerie um 3,1 Prozent.

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.