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Revolutionäre Pläne für den Leichtbau: Rumen Krastev (Hochschule Reutlingen), Britta Nestler (KIT), Frank Pöhler (Hochschule Karlsruhe), Norbert Jost (Hochschule Pforzheim), Prorektorin Katja Rade, Kanzler Bernd Welter, Prorektor Hanno Weber, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und der FDP-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert (von links). Foto: Ketterl
Revolutionäre Pläne für den Leichtbau: Rumen Krastev (Hochschule Reutlingen), Britta Nestler (KIT), Frank Pöhler (Hochschule Karlsruhe), Norbert Jost (Hochschule Pforzheim), Prorektorin Katja Rade, Kanzler Bernd Welter, Prorektor Hanno Weber, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und der FDP-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert (von links). Foto: Ketterl
02.03.2017

Wissenschaftsministerin bringt Geld: Schaum aus Metall soll weltweit Furore machen

Pforzheim. Dank dieser Zahlenkolonne wird die Hochschule Pforzheim ziemlich sicher zu einer noch größeren Nummer im Bereich der Forschung werden. Einen Förderbescheid über exakt 1.499.880 Euro hat die Wissenschaftsministerin des Landes, Theresia Bauer (51, Grüne), am Donnerstag übergeben.

Damit kann eine breit aufgestellte Forschungsallianz einen Werkstoff weiterentwickeln, den Teilnehmer der Feierstunde als „genial“, „in diesem Spektrum einzigartig“, gar als „revolutionär“ bezeichneten. Wie der hiesige Professor Norbert Jost als Sprecher des Forschungsverbunds erläuterte, geht es um Schäume, wie sie der Laie etwa vom heimischen Spülschwamm kennt. Solche Strukturen sind Basis für „Innovative Strukturen für effektiven Leichtbau“, weswegen das Projekt den Titel „InSeL“ trägt.

Laut Jost scheinen Potenzial und Anwendungsvielfalt dieser neuen Werkstoffe beinahe unerschöpflich. Das leichte Material könnte künftig eine gewichtige Rolle spielen, etwa in der Fahrzeugindustrie, im Maschinenbau, in Luft- und Raumfahrt oder in der Biomedizin bei Implantaten.

Weil bis dahin noch etliche Entwicklungsschritte zu gehen sind, bündeln in den kommenden drei Jahren mehrere Partner ihre Kompetenzen. Ein Zentrum für angewandte Forschung an Hochschulen (ZAFH) bilden die Hochschulen Pforzheim, Karlsruhe und Reutlingen, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut der Uni Tübingen und das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal. Um Marktpotenziale und Fertigungsmöglichkeiten auszuloten, sind neben der Landesagentur Leichtbau BW und den Industrie- und Handelskammern Nordschwarzwald und Karlsruhe auch Firmen mit im Boot, darunter die Indutherm Erwärmungsanlagen GmbH aus Walzbachtal, Tinnit und BTE aus Karlsruhe, Mayser in Lindenberg und die cirp aus Heimsheim.

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