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Blick in Richtung Goethestraße: Wolfgang Leppert zeigt ein Bild der alten Synagogen, auf dem links daneben das „Leppert-Haus“ zu sehen ist.
Blick in Richtung Goethestraße: Wolfgang Leppert zeigt ein Bild der alten Synagogen, auf dem links daneben das „Leppert-Haus“ zu sehen ist.
Blick aus Richtung Goethestraße, ebenfalls mit „Leppert-Haus“: Schändung der Synagoge 1938. Die große Kuppel ist schemenhaft zu erkennen. Stadtarchiv
Blick aus Richtung Goethestraße, ebenfalls mit „Leppert-Haus“: Schändung der Synagoge 1938. Die große Kuppel ist schemenhaft zu erkennen. Stadtarchiv
20.01.2016

Wo die Synagoge in Pforzheim wirklich stand

Zwischen VolksbankHaus und der Kreuzung Zerrenner-/Goethestraße stand einst die alte Synagoge – so oder so ähnlich konnte man das zumindest schon ab und an lesen. Ganz stimmt das aber nicht, wie PZ-Leser Wolfgang Leppert betont. Der Satz passt zwar zur Lage des „Platzes der Synagoge“, doch er unterschlägt, dass bereits vor der Bombardierung das „Leppert-Haus“ im Westen an das jüdische Gotteshaus grenzte, nicht die Goethestraße.

Kein allzu großer Unterschied, mag man finden, doch die Platzfrage ist symptomatisch für die Schwierigkeiten der Erinnerungskultur. Nicht immer geben alte Pläne und Aufnahmen, die nicht der Zerstörung 1945 zum Opfer fielen, wie im Fall der alten Synagoge noch Auskunft – und auch die Größenordnungen haben sich grundlegend verändert. Lag die Synagoge vor ihrer Schändung im Zuge der Reichspogromnacht eher an einem „Sträßchen“, wurde die Zerrennerstraße später zur zentralen Verkehrsachse – keine Spur mehr vom parkartigen Ambiente des Mühlkanals.

Kaum einer dürfte sich besser an diesen Anblick erinnern als Wolfgang Leppert. Sein Kinderzimmer im zweiten Stock der Stadtvilla ging direkt zur Rosette über dem Eingang der Synagoge hinaus. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.