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Ruft zur Ersten Hilfe bei einem Herzkreislaufstillstand auf: Dr. Felix Schumacher, Chefarzt der Intensiv- und Notfallmedizin am Helios Klinikum Pforzheim.  Foto: Helios Klinikum Pforzheim 

Woche der Wiederbelebung: Erklärvideo zeigt, wie jeder zum Lebensretter werden kann

Pforzheim. Auch während der Corona-Pandemie ist im Notfall eine Wiederbelebung unerlässlich, und bestimmte Sicherheitsmaßnahmen können vor einer Corona-Infektion schützen. Zur bundesweiten Woche der Wiederbelebung erklärt das Helios Klinikum Pforzheim in einem Video, wie man in Zeiten von Corona überlebenswichtige Erste Hilfe bei einem Herzkreislaufstillstand leistet.

Bei einem Herzkreislaufstillstand hört das Herz plötzlich auf zu schlagen. Sauerstoffhaltiges Blut kann nicht mehr in das Gehirn gepumpt werden, die Gehirnzellen sterben ab. Engagierte Ersthelfer können laut Helios Klinikum in der entscheidenden Phase nach dem Herzstillstand dafür sorgen, dass das Gehirn keinen Schaden nimmt. Erfolge jedoch in diesen ersten Minuten keine Herzdruckmassage, sinke die Überlebenschance.

„Laien haben häufig Angst, bei der Wiederbelebung etwas falsch zu machen. Der einzige Fehler wäre jedoch, nichts zu tun“, erklärt Dr. Felix Schumacher, Chefarzt der Intensiv- und Notfallmedizin am Helios Klinikum. Erste Hilfe sei unerlässlich – auch während Corona. Um die Ansteckungsgefahr zu mindern, könne zwar auf die Beatmung der verunglückten Person verzichtet werden. Aber die Herzdruckmassage sollte immer durchgeführt werden, so der Intensivmediziner.

Um im Notfall richtig zu handeln, hat das Helios Klinikum folgende Tipps: So sollten Ersthelfer vom Kopf des Patienten wegatmen und zum eigenen Schutz auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Es sei ausreichend, die Herzdruckmassage konsequent zu machen. Zudem sollte auf jeden Fall eine Maske getragen werden, auch wenn es anstrengend sei. Das reduziere die Gefahr, sich zu infizieren ganz wesentlich. Nach der Reanimation gelte es, Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Falls Ersthelfer dennoch Angst hätten, sich zu infizieren, sollten sie den Mund des Patienten mit einem Kleidungsstück abdecken, so dass sie eine doppelte Barriere haben.