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Symbolbild: dpa
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10.01.2019

Wohnnebenkosten: Pforzheim teuerste Stadt Süddeutschlands? Zweifel bei Stadt

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim ist, was die Wohnnebenkosten angeht, offenbar die teuerste Stadt in Süddeutschland. Das ergab eine Studie des Zentralverbands der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer „Haus & Grund“. Der städtische Pressesprecher Michael Strohmayer zweifelt das Ergebnis allerdings an.

„Solche Vergleiche sind immer schwierig“, sagt der auf Nachfrage der „Pforzheimer Zeitung“. Eine vierköpfige Familie zahlt laut der Studie für Müll, Abwasser und Grundsteuer in Pforzheim durchschnittlichen Gebühren von rund 1400 Euro. Heizkosten und andere Gebühren wie die Nebenkosten-Ablese sind in der Rechnung nicht enthalten. „Jede Stadt hat ihre Besonderheiten. Die Wohnnebenkosten sind deshalb einfach nicht vergleichbar“, wehrt sich Strohmayer. Kritik äußert er etwa daran, dass Musterfamilien gebildet wurden. „Das trifft auf viele gar nicht zu“, sagt er.

Die Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft:

Im Vergleich der größten Städte im Südwesten sind Müll, Abwasser und Grundsteuer für Mieter in Ludwigsburg am günstigsten. Demnach zahlt dort eine vierköpfige Musterfamilie im jährlichen Schnitt 920 Euro. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat im Auftrag des Hausbesitzerverbands Haus+Grund die Wohnnebenkosten der 100 größten Städte in Deutschland verglichen. Bundesweit zahlen Mieter nur in Regensburg, Mainz und Trier weniger als in Ludwigsburg.

Im Landesvergleich folgen Heidelberg, Esslingen und Heilbronn auf den Plätzen zwei bis vier. Schlusslicht der baden-württembergischen Städte im Ranking des IW ist Pforzheim mit durchschnittlichen Gebühren von rund 1400 Euro. Heizkosten und andere Gebühren wie die Nebenkosten-Ablese sind in der Rechnung des IW nicht enthalten.

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