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Beispiel für sozialen Wohnungsbau: Häuser an der Eisenbahnstraße. Im neuen Jahr soll hier der zweite Bauabschnitt beginnen.
Beispiel für sozialen Wohnungsbau: Häuser an der Eisenbahnstraße. Im neuen Jahr soll hier der zweite Bauabschnitt beginnen.
29.12.2015

Wohnraum in Pforzheim dringend gesucht

Aus Expertensicht schwelt das Problem bereits länger, vor dem Hintergrund der Flüchtlingsthematik tritt es nun für alle sichtbar und deutlich verstärkt in den Vordergrund: Nachdem Baugesellschaften in Pforzheim wie anderswo seit geraumer Zeit darauf hinweisen, dass günstiger Wohnraum knapp wird, ist die Politik nun gezwungen zu reagieren (die PZ berichtete). Doch ob die Anstrengungen ausreichen, bleibt ungewiss.

„Nachdem die Stadt Grundstücke angeboten hat, sind wir nun in der Prüfung“, sagt Lothar Girrbach, Geschäftsführer der Pforzheimer Bau und Grund. Die Suche nach passenden Grundstücken sei im Augenblick die größte Herausforderung. Doch selbst, wenn Platz vorhanden wäre, bleiben Hürden. „Die Frage ist, wer diese zu welchen Bedingungen zur Verfügung stellt“, sagt Carsten von Zepelin, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft Arlinger. Dieser Aspekt ist neben direkten Zuschüssen einer von zwei Hebeln, die er in einer Zeit sieht, in der die Förderung durch vergünstigte Verzinsung mit den Zinsen selbst dahingeschmolzen ist.

Ein weiterer Aspekt, der ebenfalls jenseits der Pforzheimer Zuständigkeiten liegt, sind die über die Jahre deutlich gestiegenen Kosten. „Preiswert zu bauen, ist heute nicht mehr möglich“, sagt von Zepelin und erinnert an weiter zunehmende Vorschriften von der Energieeinsparung bis zum Fahrradständer. Sie stehen bereits seit geraumer Zeit bundesweit immer wieder in der Kritik – gerade mit Blick auf günstigen Wohnraum.

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