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Wohnzimmer in der Innenstadt: Susanne Nittel vom DGB, Alison Bussey vom Stadtjugendring, Carola Pigisch und Doris Möller-Espe vom Bündnis für Familie sowie Uwe Herm vom Kinderschutzbund (von links) machen sich gemeinsam mit einer Gruppe vom Kinderschutzbund für bezahlbaren Wohnraum stark.  Foto: Moritz 

Wohnungsnot im Fokus: So macht das Bündnis für Familie am Leo auf Probleme aufmerksam

Ein gelbes Sofa steht da mitten in der Stadt. Ein Holztisch, an dem Kinder malen. Sogar ein Heizkörper hat es vor das Industriehaus geschafft. Mit diesem aufgebauten Wohnzimmer will das Pforzheimer Bündnis für Familien am Mittwoch auf ein Thema hinweisen, das sich in den vergangenen Jahren verschärft hat: die Wohnungsnot.

„Wenn man eine Stadt familienfreundlich gestalten will, ist bezahlbarer Wohnraum elementar“, nennt Bündnis-Sprecherin Doris Möller-Espe den Grund für die Wohnzimmeraktion, an der sich am Internationalen Tag der Familie sechs Bündnispartner beteiligen: DGB, Deutscher Kinderschutzbund, Q-Prints & Service, Internationaler Bund, Miteinanderleben und der Stadtjugendring.

„Die Miet- und Kaufpreise steigen enorm, die Löhne aber nicht in gleichem Maß“, sagt Bündnis-Koordinatorin Carola Pigisch. Und so haben laut Bündnis vor allem kinderreiche Familien, Alleinerziehende oder auch Migranten enorme Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche. Denn nach wie vor würden in Pforzheim überwiegend Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen gebaut. Familien mit mehreren Kindern benötigten aber dringend größeren, bezahlbaren Wohnraum. „Gerade für Kinder ist sonst kein gedeihliches Aufwachsen möglich“, erklärt Möller-Espe. Laut Susanne Nittel vom DGB fehlen in Pforzheim mehr als 6500 bezahlbare Wohnungen. Daher fordert sie wie auch das Bündnis, dass die Stadt sich wieder am geförderten Wohnungsbau beteiligt.

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Nicola Arnet

Nicola Arnet

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