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Sichtbares Zeichen: Gerhard Vögele, Ehrenvorsitzender des NABU Pforzheim Enzkreis, (Mitte) überreicht Ute und Joachim Engelmann die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“.
Sichtbares Zeichen: Gerhard Vögele, Ehrenvorsitzender des NABU Pforzheim Enzkreis, (Mitte) überreicht Ute und Joachim Engelmann die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“.
26.07.2016

Würmer Ehepaar hat am Haus zehn Schwalbennester und erhält Auszeichnung

Am frühen Abend geht es rund bei den Engelmanns. Denn dann kommen ihre gefiederten Mitbewohner wieder zurück in ihre Nester. Weil sie Mehlschwalben seit Jahrzehnten ein Zuhause geben, ist die Würmer Familie nun vom NABU als erstes „Schwalbenfreundliches Haus“ in Pforzheim ausgezeichnet worden.

„Mit welchem Tempo die auf die Hausmauer zurasen, das ist unwahrscheinlich“, sagt Ute Engelmann. Die 71-Jährige und ihr Mann Joachim sind fasziniert von den Flugkünsten der Mehlschwalben, die unter dem Dach ihres Hauses in Würm leben. Zehn künstliche Nester haben die Engelmanns vor genau 30 Jahren von ihrem umweltbewussten Sohn bekommen, dem ehemaligen CDU-Ortschaftsrat Ralph Engelmann. Und seitdem, so schätzen sie, haben mindestens 2400 Schwalben dort ein Zuhause gefunden.

„Wir sind sehr stolz auf Familie Engelmann, die viel für den Artenschutz tut“, sagt Gerhard Vögele. Der Ehrenvorsitzende des Naturschutzbunds Pforzheim Enzkreis (NABU) hat das Heim des Würmer Ehepaars mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet – eine Premiere im Stadtkreis Pforzheim. Seit 2010 hat der NABU die Plakette erst viermal im Enzkreis vergeben. Für Vögele ist das Engagement der Vogelliebhaber auch deswegen so wichtig, weil bei den Mehlschwalben ein deutlicher Abwärtstrend zu verzeichnen ist.

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