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Nicht nur die Mitglieder des Chors, auch Volksbank-Vorstandsmitglied Rene Baum (hinten) und der Geschäftsführende PZ-Verleger Thomas Satinsky (hinten rechts) behängen den großen Weihnachtsbaum mit den Wunschzetteln der Kinder. seibel
27.11.2016

Wunschbaum bringt Kinder im VolksbankHaus zum Strahlen

Das Foyer im VolksbankHaus glitzert weihnachtlich. Die Kulisse könnte nicht schöner sein: Hier erstrahlt der riesige Wunschbaum, der mit hunderten Kugeln geschmückt ist. Als dann noch der Konzertissimo-Chor der Chor-Akademie Lieder wie „Im Postamt Wolke 7“ schmettert, sind die Besucher in Adventsstimmung.

Bildergalerie: Wunschbaum für "Menschen in Not"

Bereits zum zehnten Mal wird der Baum mit Wunschzetteln der Kinder vom Kinderschutzbund bestückt – und diese werden dann von Passanten, die einen Wunschzettel mitnehmen, erfüllt.

Vor zehn Jahren habe die Aktion mit 30 Kärtchen begonnen. Heute ist der Baum mit 200 Wunschzetteln bestückt. René Baum, Vorstandsmitglied der Volksbank, eröffnet die Aktion: „Gerade zu Weihnachten zeigt sich den Kindern sehr deutlich, ob sie arm oder reich sind. Viele von ihnen haben noch nie ein schön verpacktes Geschenk bekommen. Arme Kinder spüren, dass sie arm sind.“ Es sei ein Miteinander, denn Weihnachten ist das Fest der Liebe. Und dazu gehöre, etwas Gutes zu tun.

Sozialbürgermeisterin Monika Müller betont, dass für sie mit der Wunschbaum-Aktion die Adventszeit beginne. Zu Liebe und Erfolg gehöre auch die Hoffnung. „Kinder hoffen darauf, dass sich ihre Wünsche erfüllen.“ Es gebe viele Mädchen und Jungen, deren materielle Wünsche nicht verwirklicht werden könnten. „Uns geht es gut.“ Und das könne man weitergeben. „Vielleicht mit dem Erfüllen eines Wunschzettels.“

Doris Möller-Espe, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, beginnt mit einem Zitat von Charles Dickens: „Wünsche sind nie klug.“ Das weiß gerade sie. „Kinder, wünscht Euch Zeit zum Spielen und etwas zum Toben und verrückt sein.“ Doch bei den Wunschbaum-Kindern passen Wunsch und Wirklichkeit oft nicht zusammen. „Aber es sind viele Wünsche dabei, die Spaß machen“, weiß Möller-Espe. Sehr häufig fänden sich aber auch praktische Dinge darauf: Mützen, Jacken, warme Schuhe oder Handschuhe. „Das sind Dinge, die die Kinder sich dann wirklich sehnlichst wünschen, weil es sie zu Hause nicht gibt, und weil die Kleinen frieren.“ Ehe der Konzertissimo-Chor noch mal glänzt, überrascht Volksbank-Vorstandsmitglied René Baum mit zwei Spenden des Unternehmens: 1000 Euro gehen an die Chor-Akademie Pforzheim. Über 2500 Euro darf sich der Kinderschutzbund freuen.

Und dann gibt es kein Halten mehr für die Chormitglieder. Im Nu haben sie – dank Unterstützung von René Baum, Thomas Satinsky, Geschäftsführender PZ-Verleger, Doris Möller-Espe und Monika Müller, den Baum mit 200 Wunschzetteln bestückt. Sehr zur Freude der Besucher. Denn ganz flink decken sich diese mit den roten Blättern ein, geben damit den Weihnachtskugeln wieder Platz und freuen sich schon jetzt darauf, zumindest einen Wunsch erfüllen zu können.