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Pforzheims zentraler Omnibusbahnhof hat bereits Preise erhalten, nun ist er bei einem weiteren im Rennen. Das Bauwerk ist allerdings – ganz wortwörtlich – nicht unumstritten und beschäftigt derzeit die Juristen.  Foto: Meyer 

ZOB für Badischen Architekturpreis nominiert – Bürger stimmen mit ab

Pforzheim. Der im Jahr 2015 fertiggestellte und eingeweihte neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) ist nach einer Vorauswahl durch eine international besetzte Jury für den „Badischen Architekturpreis“ nominiert. Über die letzten drei Nominierten pro Sparte kann die Bevölkerung im Internet abstimmen. Die Stimmabgabe ist bis zum 30. September möglich.

Der Neubau war Teil einer großen infrastrukturellen Entwicklungsmaßnahme und sollte neben der Verbesserung der verkehrlichen Verhältnisse einen städtebaulich-architektonischen Beitrag zur Aufwertung des gesamten Bereiches leisten. Rund um den Bahnhof sollte eine so genannte Mobilitätsdrehscheibe entstehen und der mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Pforzheim Ankommende einen positiven ersten Eindruck der Stadt erhalten. Der ZOB fasste drei Busbahnhöfe zentral zusammen und bildete so eine der größten Anlagen Süddeutschlands mit 30 Haltestellen und mehr als 1700 Abfahrten pro Tag.

Der ZOB, geplant vom Stuttgarter Büro Metaraum Architekten, hat bereits mehrere Preise erhalten und durch weitere Nominierungen sowie Fachpublikationen Rennommée erlangt. Kritiker bemängeln aber, dass die versprochenen Funktionen für Wartende und auch die Verkehrsführung der Busse nicht wie erwartet eintraten. Zudem schwelt ein Rechtsstreit über Risse in der Außenhaut, bei dem derzeit die Haftungsfrage zwischen Planern und ausführender Baufirma in der Klärung ist.

Hier geht es zur Abstimmung: www.badap.de/de_DE/voting/ingenieursbauwerke-2/