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Fortschrittliche Präzisionstechnik soll den Wirtschaftsstandort Pforzheim sichern und seine Betriebe stärken. Das dafür vorgesehene Forschungszentrum ist für die Stadt aber nur unter großen finanziellen Anstrengungen möglich, während sie auf anderes verzichten muss. Die Prioritäten sind im Ratssaal umstritten. Foto: DMG Mori
Fortschrittliche Präzisionstechnik soll den Wirtschaftsstandort Pforzheim sichern und seine Betriebe stärken. Das dafür vorgesehene Forschungszentrum ist für die Stadt aber nur unter großen finanziellen Anstrengungen möglich, während sie auf anderes verzichten muss. Die Prioritäten sind im Ratssaal umstritten. Foto: DMG Mori
18.07.2017

ZPT: Die präzise Entscheidung ist erneut vertagt

Man solle keinen Zusammenhang zwischen den geplanten Ausgaben der Stadt ins Präzisionstechnik-Zentrum ZPT und den drohenden ersatzlosen Schließungen der städtischen Hallenbäder in der Kernstadt und in Huchenfeld infolge der leeren Kassen sehen: So mahnten in der gestrigen Sitzung des Gemeinderat-Finanzausschusses erneut Sprecher mehrerer Fraktionen wie auch der Erste Bürgermeister und Interims-Rathauschef Dirk Büscher. Nicht nur Bernd Zilly (UB) wies darauf hin, dass man ja neben Bädern auch weiteres wie etwa den Kita-Mangel ebenfalls noch mit berücksichtigen müsste, und da gelte es eben, Prioritäten zu setzen.

Einen solchen Vorrang will offenkundig eine Gemeinderatsmehrheit der Schaffung des ZPT einräumen – wichtig finden dieses Leuchtturmprojekt alle. Ob es angesichts leerer Kassen zum Vordringlichsten gehört, daran äußerten gestern letztlich nur SPD-Sprecher Ralf Fuhrmann und sein AfD-Kollege Bernd Grimmer Zweifel. Auch deshalb, weil von der gleichfalls bekannt skeptischen Fraktion FDP/Freie Wähler ein neues Finanzierungsmodell unter Beteiligung der Sparkasse mit insgesamt dreieinhalb Millionen Euro vorgelegt wurde, wie Stadtrat Michael Schwarz erläuterte. Weil dies aber genauso wenig ausformuliert vorlag wie der Vorstoß von Grüne-Liste-Sprecher Axel Baumbusch, die ZPT-Gegenfinanzierung durch definitiven Verzicht auf einen eigenen Geschäftsführer des CongressCentrums unter dem Dach der eigentlich aufzulösenden PKM (Pforzheim Kongress und Marketing) vorzunehmen, wurde eine Abstimmung vertagt.

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