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Mit Bus, Bahn oder Auto: Für Pendler gehören zeitfressende Anfahrtswege zum Arbeitsalltag. Foto: dpa-Archiv
Mit Bus, Bahn oder Auto: Für Pendler gehören zeitfressende Anfahrtswege zum Arbeitsalltag. Foto: dpa-Archiv
12.01.2016

Zahl der Berufspendler in Pforzheim steigt

Pforzheim. Waren es 2008 noch 16600 Menschen, die einen Arbeitsplatz außerhalb der Stadt Pforzheim hatten, so zog es im vergangenen Jahr fast 19000 Menschen in die angrenzenden Wirtschaftsstandorte wie Karlsruhe, Stuttgart oder Böblingen. Ebenso pendeln knapp 30000 Beschäftigte täglich in die Stadt. Wie aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg hervorgeht, steigt die dadurch empfundene Belastung mit der Länge des Arbeitsweges stetig an.

Die Umfrage ergab, dass 64 Prozent weniger als 30 Minuten zu ihrer Arbeitsstelle benötigen. Bei 25 Prozent beträgt die Wegstrecke bis zu einer Stunde und nur bei vier Prozent der Befragten über eine Stunde. Der Rest gab an, von zu Hause zu arbeiten. Die Zeit, die für die Wegstrecke mit Bus, Bahn oder dem Auto zurückgelegt werden muss, führt bei zwölf Prozent der Befragten zu einer gefühlten starken Belastung durch den Arbeitsweg. 24 Prozent der Befragten fühlen sich schwach bis mittel belastet.

18 Prozent der Befragten gaben an, sich durch den Zeitaufwand, den sie in ihren Arbeitsweg investieren müssen, in ihrem Freizeitverhalten eingeschränkt zu fühlen. Es bleibt viel weniger Zeit für Sport oder Hobbies. Zehn Prozent beklagen, dass Familie und Freunde zu kurz kommen. Dass sie wegen ihres Arbeitsweg-Aufwandes sogar unter körperlichen Beschwerden leiden, also Stress-Symptome wie Nervosität, Herzrasen oder Schweißausbrüche entwickeln, sagen fünf Prozent der Befragten.