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Uwe Heintz von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Pforzheim demonstriert, wie einfach es ist, ein Fenster aufzuhebeln. Foto: Steegmüller
Uwe Heintz von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Pforzheim demonstriert, wie einfach es ist, ein Fenster aufzuhebeln. Foto: Steegmüller
12.11.2015

Zahl der Einbrüche in der Region steigt wieder

Gerade in der dunklen Jahreszeit werden Einbrecher aktiv. Trotz verstärkter Aktivitäten der Polizei schnellt die Zahl der Einbrüche in Pforzheim und dem Enzkreis wieder nach oben. Uwe Heintz von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Pforzheim bestätigt dies: „Das ist jedes Jahr dasselbe.“

Exakte Zahlen für 2015 gibt es noch nicht, die werden erst im Januar bekannt gegeben. Doch erst gestern hat die Polizei in einer Pressemitteilung ihre Warnung erneuert. Besonders der Enzkreis sei derzeit betroffen. Die Ermittlergruppe zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen geht davon aus, dass mehrere Tätergruppen in der Region aktiv sind. Beliebt bei den Kriminellen ist offenbar die Zeit zwischen 16 und 21 Uhr.

Einbrecher lieben die Dunkelheit, wie Heintz berichtet. Einbrecher würden von Nachbarn schlechter gesehen, zudem können sie leichter erkennen, ob jemand zu Hause ist – und darin liegt auch eine Chance: „An einem beleuchteten Haus wird ein Einbrecher vorbeigehen. Er geht zu unbeleuchteten Häusern in der Nachbarschaft. Er klingelt zweimal, und wenn niemand aufmacht, hat er sein Objekt zum Einbrechen gefunden.“

Meistens gelangen die Täter durch das Aufhebeln eines Fensters oder einer Tür in die Wohnung. Und wie einfach das ist, demonstriert Uwe Heintz an einem Fenster. Dreimal mit einem Schraubenzieher hebeln und schon ist das Fenster offen. Entsprechend abschreckend wirkt neben einer wachsamen Nachbarschaft effizienter Einbruchsschutz an gefährdeten Punkten wie Terrassen- und Balkontüren. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Pforzheim berät und kommt auch nach Hause.

Rund 1000 Beratungen im Jahr führen Heintz und seine Kollegen durch. Einen Erfolg kann die Beratungsstelle für sich verbuchen: 47 Prozent der versuchten Einbrüche in Pforzheim und dem Enzkreis wurden vereitelt, da die Einbrecher Fenster und Türen dank der Sicherheitsmechanismen nicht aufhebeln konnten.