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Auf Klassenfahrt: Die 10e des Hilda-Gymnasiums besuchte neben dem Brandenburger Tor auch eine Polit-Talkshow.
Auf Klassenfahrt: Die 10e des Hilda-Gymnasiums besuchte neben dem Brandenburger Tor auch eine Polit-Talkshow.
Maybrit Illner.
Maybrit Illner.
18.07.2017

Zehntklässler zu Gast bei Maybrit Illner

Pforzheim. Hilda-Schüler der Klasse 10e besuchen die politische Talkshow mit dem Thema „Scherbenhaufen nach dem Gipfel“ in Berlin.

Lösungen zu finden, ist eine Aufgabe, der Schüler täglich begegnen, sei es im Mathematikunterricht, bei der Lateinübersetzung oder beim Streit mit den Mitschülern in der Pause. Am Hilda-Gymnasium gibt es dafür Unterstützung: Streitschlichter, Klassenlehrer oder Schulseelsorger. Was aber tun Politiker, noch dazu internationale, wenn sie sich uneinig sind? Sie treffen sich bei einem Gipfel und reden.

Viele finden, dass das nicht genug ist, und manche davon drücken diese Haltung mit sinnloser Gewalt aus. Zurück bleibt dann ein Scherbenhaufen wie diesen Juli in Hamburg.

Ob „Streit statt Lösungen“ das Ergebnis des umstrittenen G20-Gipfels in Hamburg ist, darüber haben die Gäste bei der politischen Talkshow „maybrit illner“ – Hubertus Heil (SPD), Katja Kipping (Die Linke), Stephan Meyer (CSU) sowie der Vizepräsident und Berliner Büroleiter des „German Marshall Fund of the United States“, Thomas Kleine-Brockhoff, und der Publizist und Politologe Albrecht von Lucke – am vergangenen Dienstag im ZDF-Studio in der Hauptstadt diskutiert.

Im Publikum saßen unter anderem die Schüler der Klasse 10e des Hilda-Gymnasiums mit ihren beiden Lehrerinnen, Patricia Brücken und Selina Landsgesell. Die rund 18 Schüler und Schülerinnen befanden sich mit der gesamten Stufe Zehn vom 10. bis 14. Juli auf Klassenfahrt in Berlin und besuchten die Talkshow auf Initiative der Lehrerinnen. Die Resonanz der 16-Jährigen: durchweg positiv.

Auch Lea Heilemann ist froh, mit dabei gewesen zu sein: „Ich fand das Thema der Talkshow interessant. Viele von uns hatten zu dem G20-Gipfel in Hamburg einen Bezug, weil er so nah bei uns stattgefunden hat und in den Medien so groß thematisiert wurde.“

Ab und zu seien die Dialoge der Gäste zwar etwas trocken gewesen, so dass die Konzentration bei den Schülern stellenweise auch mal nachgelassen hatte, so die 15-Jährige. Im Großen und Ganzen habe man der Diskussion aber gut folgen können. Wie verhielt es sich mit dem Klatschen? „Vor der Sendung wurde erklärt, dass wir während der Diskussion einfach applaudieren sollen, wann immer wir einem Redner zustimmen“, erzählt die Schülerin. „Nur am Anfang und am Ende sollte das gesamte Publikum klatschen.“

Auffällig sei dabei gewesen, dass das vorwiegend junge Publikum vor allem für Hubertus Heil und Katja Kipping applaudiert habe – vergleichsweise wenig Zustimmung habe es dagegen für Stephan Meyer von der CSU gegeben. Viele der Schüler begeisterte die Talkshow nicht nur inhaltlich, sie genossen es auch, einmal hinter den Kulissen zu sein und einen persönlichen Eindruck der prominenten Gäste und der Gastgeberin zu erhalten: So sei die Moderatorin Illner sehr „echt“ herübergekommen, und „interessiert am Thema“. Außerdem erfuhren die Schüler und Lehrer beim Tontest, dass Katja Kipping sich derzeit auf ihren Urlaub in Andalusien freue.