nach oben
Der Baumstumpf zeigt: Die Robinie war nicht mehr gesund.  Frei
Der Baumstumpf zeigt: Die Robinie war nicht mehr gesund. Frei
15.10.2015

Zeit zum Bäume fällen: Robinien an der Nagoldstraße entfernt

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, „Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen.“ Doch nun, im Oktober, heulen wieder die Motorsägen auf. So auch an der Nagoldstraße, wo drei Robinien gefällt wurden.

„An der Pflügerstraße bei der Stadtkirche werden drei große, gesunde Bäume gefällt“, erreichte die PZ-Redaktion der Anruf eines Lesers. Doch wie sich dann herausstellte, war der Hinweis „bei der Stadtkirche“ korrekt, doch die Motorsäge wurde an der Nagoldstraße entlang des Fußgängerbereichs über dem Flussvorland angesetzt. „Dort wurden drei abgängige Robinien gefällt, aus denen wir im Sommer bereits aus Gründen der Verkehrssicherung Totäste entfernt hatten. Auch wenn die Bürger meinen, es handle sich um gesunde Bäume. Das sind sie keineswegs. Gleichzeitig wollen wir mit diesen Fällungen eine Umgestaltung des Bereichs im positiven Sinne erreichen“, sagte Carsten Schwarz, der im Grünflächen- und Tiefbauamt für die Baumpflege zuständige Mitarbeiter auf Anfrage der PZ.

Wie berichtet, wird demnächst auch die mächtige Kastanie entfernt, die am Eingang des Baumgässchens in die Bissinger Straße steht. Sie befindet sich schon lange auf der Liste der Bäume, die gefährdet sind. Vor allem durch Pilzfall sind schon früh die Blätter verwelkt und Äste abgestorben. Sie kann nicht gerettet werden. Anfang November wird auch hier die Motorsäge angesetzt. Stehen bleibt nur ein Stumpf, der vom benachbarten Restaurant als Tisch genutzt werden kann.

Leserkommentare (0)