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Im Gespräch: Zeitzeuge Horst Selbiger (links), Ehrenvorsitzender des Vereins „Child Survivers Deutschland“ und Vereinsvorsitzender Andrew Hilkowitz (vorne rechts) berichten Schülern des Hilda-Gymnasiums über das Leben im „Dritten Reich“. Foto: Seibel
Im Gespräch: Zeitzeuge Horst Selbiger (links), Ehrenvorsitzender des Vereins „Child Survivers Deutschland“ und Vereinsvorsitzender Andrew Hilkowitz (vorne rechts) berichten Schülern des Hilda-Gymnasiums über das Leben im „Dritten Reich“. Foto: Seibel
15.03.2016

Zeitzeuge Horst Selbiger berichtet Hilda-Schülern über das Dritte Reich

Pforzheim. Geboren zu Zeiten der Weimarer Republik, aufgewachsen in einer nationalsozialistischen Diktatur, verfolgt von Nazis, gelebt in der DDR und nun in der Bundesrepublik Deutschland: Über sein Leben in mehreren deutschen Staaten und Staatsformen berichtet Horst Selbiger im Hilda-Gymnasium. Der Zeitzeuge, Journalist und Ehrenvorsitzender des Vereins „Child Survivors Deutschland – Überlebende Kinder der Shoah“(CSD), erzählt den Neunt– und Zehntklässlern ergänzend zum Geschichtsunterricht persönliche Berichte aus der Zeit des „Dritten Reichs“, über sich und seine Familiengeschichte

Das Zeitzeugengespräch findet im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus“ (bis 23. März) statt und wurde in Kooperation mit Andrew Hilkowitz, Vereinsvorsitzender der CSD und Dialogbeauftragter der Jüdischen Gemeinde, organisiert.

Der inzwischen 88-Jährige Selbiger stammt aus einer großen jüdischen Familie in Berlin. So genoss er eine jüdische Erziehung, womit sich seine Erfahrungen mit der antisemitisch geprägten Umwelt verschärften. „Hitler wurde als Retter der Nation gesehen, das muss man sich mal vorstellen“, erzählt Selbiger. Detailliert schildert er die Ausgrenzung, die eingeschränkte Bewegungsfreiheit, die Schließung aller jüdischen Schulen und Demütigung von Freunden, Familienmitgliedern und ihm selbst. „Täglich gab es Eingriffe in unsere persönliche Freiheit. Heute würde man das ,Mobbing‘ nennen“, so der Zeitzeuge. „Daraus ergab sich die Vernichtung der Juden.“ Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.