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Edgar Schmid muss als bestellter Liquidator den Bürgerverein Innenstadt auflösen und das Restvermögen satzungsgemäß gemeinnützlichen Zwecken zuführen. Foto: Bechtle/PZ-Archiv
Edgar Schmid muss als bestellter Liquidator den Bürgerverein Innenstadt auflösen und das Restvermögen satzungsgemäß gemeinnützlichen Zwecken zuführen. Foto: Bechtle/PZ-Archiv
11.07.2017

Ziel erreicht: Westtangente kommt, Bürgerverein Innenstadt löst sich auf

Pforzheim. Lange haben sie dafür gekämpft, viele Enttäuschungen erlitten und eine Geduldsprobe nach der anderen erdulden müssen. Jetzt können sie sich entspannt zurücklehnen mit dem Bewusstsein, ihr Ziel – den Bau der Westtangente von der A8 bis ins Nagoldtal - doch noch gegen allerlei Widerstände und Verzögerungen erreicht zu haben. Den Baubeginn und die fortschreitenden Arbeiten der Westtangente hat der Bürgerverein Innenstadt (BVI) nun zum Anlass genommen, seine Vereinstätigkeit zu beenden.

„Über drei Jahrzehnte lang hat sich der Bürgerverein konstruktiv und letztlich erfolgreich für den Bau der Westtangente eingebracht“, resümiert Edgar Schmid, der stellvertretende BVI-Vorsitzende und bestellte Vereins-Liquidator. Der Bürgerverein haben unermüdlich mit allen Entscheidungsträgern verhandelt, ob sie nun städtische Behörden, das Regierungspräsidium Karlsruhe oder das Innenministerium vertraten. Bis nach Berlin habe der BVI die Fühler ausgestreckt und über die Bundestagsabgeordneten Kontakte geknüpft. „Unser Ziel war es, die hochbelastete Innenstadt mit drei sich bündelnden Bundesstraßen vom Durchgangsverkehr zu beruhigen um die Wohn- und Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern, die seit der Sperrung der Westlichen-Karl-Friedrichstraße zu Gunsten der Fußgängerzone sehr stark vernachlässigt wurde“, sagt Schmid.

Er muss nun als bestellter Liquidator den Verein auflösen und das Restvermögen satzungsgemäß gemeinnützlichen Zwecken zuführen. Das Christliche Hospiz Pforzheim-Enzkreis bekommt nunmehr einen Betrag von 7.000 Euro überwiesen.