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Neuer Frequenzbringer an der Rossbrücke: „Hans im Glück“. Fotos: Ketterl
Neuer Frequenzbringer an der Rossbrücke: „Hans im Glück“. Fotos: Ketterl
„Neo Greek Grill“ - der neue Grieche will den Marktplatz beleben.
„Neo Greek Grill“ - der neue Grieche will den Marktplatz beleben.
Eine Oase der Ruhe am Blumenhof: das „Riva“.
Eine Oase der Ruhe am Blumenhof: das „Riva“.
Champion der Traditionalisten: „Goldener Bock“.
Champion der Traditionalisten: „Goldener Bock“.
04.08.2017

Ziemlich viel Bewegung in der City-Gastronomie

Pforzheim. Deutschlands Discounter – so stellt die Gesellschaft für Konsumforschung fest – erleben gerade einen mächtigen Aufschwung. Erklärung: Die Discounter seien „einfach zu altbacken“ geworden, jetzt aber träten sie mit neuen Angebotsformen in den Markt. Die Folge: Bei Aldi, Lidl & Co „brummt’s“ wieder.

In abgewandelter Weise muss diese Erkenntnis auch für die Pforzheimer Gastronomie gelten. Denn nachdem das Wirtshaus-Sterben selbst im ländlichen Raum das soziale Leben ramponierte und der Sättigungsgrad mit nahöstlichen Einkehrstätten offenbar gestillt ist, kam in den letzten Wochen Bewegung in die innerstädtische Gastro-Szene.

Den größten Coup landete dabei – jeder Publicity abhold – die graue Eminenz im Theken-Gewerbe: Mit „Hans im Glück“ holte Brauhaus-Chef Wolfgang Scheidtweiler einen Restaurant-Typ an den Sedanplatz, der in den Metropolen des Landes längst seine Bewährungsprobe bestanden hat. Ein Produkt der sogenannten Systemgastronomie, durchgestylt von Berlin bis München – Speisen, Interieur und Personal gleichermaßen. Das italienisch angehauchte „Aposto“ und das fernöstliche „Anami“ an der Bahnhofstraße gehören ebenso wie „Enchilada“, „Lehner’s“ und „Burgerheart“am Schloßberg zu dieser ferngesteuerten Gastronomie.

Dazwischen behauptet sich bravourös die inhabergeführte italienische Gastro-Szene. Von „Mario“ bis „Mama da Vinci“ bildet sie eine verlässliche Phalanx etablierter Restaurants, die neben Pizza und Pasta mitunter auch andere italienische Gaumenfreuden aufblitzen lassen.

Derzeit zeichnet sich in der innerstädtischen Gastronomie eine „Verdichtung“ an drei Stellen ab:

Der Sedanplatz – mit „Hoppe’s“, „Hoffmanns Oskar Schlemmer“, „Bellini“ und „Piazza“ ohnehin gut bedient – hat sich mit „Hans im Glück“ zu einem Hotspot entwickelt, für den in der Vergangenheit Renzos Eispavillon fast schon im Alleingang sorgte. Dass der „Hopfenschlingel“ derweil immer noch im Tiefschlaf liegt, tut der Sedan-Szene keinen Abbruch.

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