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04.12.2008

Zu schnell gefahren am Nöttinger Hang: Lastwagen mit Anhänger stürzt um

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Das Nöttinger Gefälle auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Karlsbad und Pforzheim-West ist wieder einmal seinem Namen als Unfallschwerpunkt für Lastwagen gerecht geworden. Dieses Mal erwischte es den 49-jährigen Fahrer eines in Köln zugelassenen Lastwagens mit Anhänger, der in seinem umgestürzten Fahrzeug eingeklemmt wurde.

Am Mittwochabend um 20.53 Uhr fuhr der Lastwagen-Fahrfer von Karlsruhe in Richtung Pforzheim. Ausgangs der Gefällstrecke in Höhe Remchingen-Nöttingen, kam das Fahrzeug, so berichtet die Polizei, wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schlingern. Der Lkw prallte zunächst gegen die Mittelleitplanke und stürzte anschließend vollständig um. Der Anhänger blieb außerhalb der Fahrbahn liegen. Durch den Lkw und Teile der Ladung, bestehend aus Metallteilen, wurde die Fahrbahn in Richtung Pforzheimfür etwa eine Stunde vollständig blockiert.

Der Fahrer konnte erst mit Hilfe der Feuerwehr sein Führerhaus verlassen. Obwohl er nicht eingeklemmt war, erlitt der Mann schwere Verletzungen und musste zur Behandlung in ein Pforzheimer Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Sachschaden wird auf rund 80.000 Euro am Fahrzeug und auf etwa 5.000 Euro an der Leitplanke geschätzt. Die Schadenshöhe beim Ladegut konnte die Polizei noch nicht beziffern.

Zur Bergung des Lastwagens und seines Anhängers wurde ein Kranfahrzeug eingesetzt. Die Fahrbahn an der Unfallstelle war auf eine Länge von 300 Meter verunreinigt und musste durch ein Spezialfahrzeug gereinigt werden.

Die Autobahn war an der Unglücksstelle erst um 2.30 Uhr geräumt und wieder frei befahrbar. Es kam daher zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Rückstau betrug zeitweise bis zu acht Kilometer.

Im Einsatz waren zwei Streifen des Autobahnpolizeireviers Pforzheim, ein Notarzt, ein Krankenwagen und die Freiwillige Feuerwehr Remchingen.