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Gemeinsam gegen Homo- und Transphobie: Ruth Nakatenus, Timor Fuhrmann-Piontek, Grit Butz, Ulrich Hähner, Denis Hasani, Claudia Jancuva, Caleb Davis und Andreas Quincke (von links). Foto: Fux
Gemeinsam gegen Homo- und Transphobie: Ruth Nakatenus, Timor Fuhrmann-Piontek, Grit Butz, Ulrich Hähner, Denis Hasani, Claudia Jancuva, Caleb Davis und Andreas Quincke (von links). Foto: Fux
13.05.2018

Zu sich selbst stehen: Gottesdienst am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie

Pforzheim. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie hat die AIDS-Hilfe Pforzheim und das Projekt „Queer Space“ den ersten queeren Gottesdienst für und mit schwulen, lesbischen, bisexuellen, transsexuellen, intersexuellen Personen (queeren Personen) in Pforzheim veranstaltet.

Er stand unter dem Motto: „… und Gott schuf sie als…“. Heraus kam ein sehr berührender und persönlicher Gottesdienst in der Thomaskirche unter der Leitung von Pfarrerin Ruth Nakatenus und Pfarrer Andreas Quincke mit der Botschaft: „Du bist du, steh‘ dazu“.

Lebensgeschichten gingen unter die Haut, ließen aufhorchen. „Bereits sehr früh habe ich gemerkt, dass mich Frauen nicht anziehen und dennoch habe ich mich viele Jahre nicht getraut, zu mir zu stehen“, sagte Timor Fuhrmann-Piontek, der Mann des SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzenden Ralf Fuhrmann.

Piontek hatte früher Angst, jemandem in seinem Umfeld wehzutun und wählte den Weg des aus damaliger Sicht geringsten Widerstands. Er heiratete eine Frau und hat drei erwachsene Kinder, die er niemals verleugnen oder missen wollte. „Als ich dann vor knapp neun Jahren meinen Mann kennenlernte, öffnete mir dies endgültig die Augen und ich hatte durch ihn die Kraft und den Ansporn, mein Leben zu leben“, sagte der Homosexuelle. Niemand habe das Recht, jemandem vorzuschreiben, wie man zu leben und zu lieben habe.

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