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Nur wenige Gebäude wurden nach 1945 wieder aufgebaut. Dazu zählt der Komplex am Bahnhofvorplatz. Foto. Brodbeck 

Zu wenig Wohnraum: Was die Zuzugssperre vom 10. September 1945 für Pforzheim bedeutete

Pforzheim. Die Verluste Pforzheims durch Fliegerangriffe des Zweiten Weltkriegs waren immens. Mitte Mai 1939 wurden mit den Stadtteilen rund 78.500 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es nur noch etwas über 40.000. Ausgebombte fanden in den umliegenden Landkreisen ein Obdach oder in den erhalten gebliebenen Randbezirken der Stadt, in vielfach menschenunwürdigen Verhältnissen auch in Baracken und Gartenhäusern. Mit Genehmigung der Militärregierung war wegen des fehlenden Wohnraums am 10. September 1945 eine Zuzugssperre nach Pforzheim erlassen worden. Ausnahmen konnten gemacht werden für heimkehrende Wehrmachtsangehörige, ehemalige KZ-Häftlinge (Kriminelle ausgenommen) und Personen, deren Berufsausübung in öffentlichem Interesse (Ärzte, Notare, Ingenieure) bestand. Oberbürgermeister Friedrich Katz war für jede einzelne dieser Genehmigungen der Militärregierung durch seine Unterschrift persönlich verantwortlich. Einsprüche bei Ablehnung seien zwecklos und würden nicht beantwortet, hieß es in einer öffentlichen Bekanntmachung.

Notmaßnahmen für Juwelen

Dasselbe Datum vom 10. September trägt auch der Kriegsschadensbericht, den der ehrenamtlich tätige Stadt- und Kreisdenkmalpfleger Alfons Kirchenmaier auf Ersuchen der Stadtverwaltung an das

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