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Kümmert sich gut um die neugeborenen kleinen Racker: Mama-Schwan. 

Zuckersüß: Schwanfamilie in Pforzheim bekommt Zuwachs

Pforzheim. Das Warten hat ein Ende! Tagelang standen Menschen gegenüber dem Nest an der Insel des Nagoldwehrs und versuchten, einen Blick davonzu erhaschen, ob Eier im Schwanennest liegen. Väter hievten mit schmerzverzerrtem Gesicht ihre Kinder in die Höhe, um dann doch wieder nur ein "Ich kann nichts erkennen" zu hören. Doch am Sonntag, als PZ-Fotograf seinen täglichen obligatorischen Nestcheck machte, kam ihm ein älterer Herr entgegen. "Zwoi Stück ko'e erkenne", konnte man schwer durch seinen Mundschutz verstehen.

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Bildergalerie

Schwanfamilie in Pforzheim mit zuckersüßem Nachwuchs

Zwei Stunden verbrachte er mit seinem Teleobjektiv auf meinem Dreibeinhocker, um ab und an einen Kükenkopf vor die Linse zu bekommen. Nach einer Putzzeremonie der Schwanenmama erhob sich diese nun endlich nach 60 Minuten, um das Geheimnis zu lüften. Sieben Küken zeigten sich im Nest neben zwei vermutlich unbefruchteten Eiern.

Zielstrebig ging die frisch gebackene Schwanenmama zum Ufer. Alle Küken folgten ihr artig und wurden im Wasser vom Schwanenpapa empfangen. Vier Küken schwammen sofort angstfrei mit dem Vater weg vom Ufer, der Rest folgte der Mutter.

Eines, man konnte es sofort erkennen, blieb lieber bei der Schwanenmutter, als sich der Kükenschar anzuschließen. Mit ihrem Schnabel zwickte sie das Küken, das es sich sofort anders überlegte und den Geschwistern folgte. Rund 30 Minuten verblieb die Familie bei ihrem ersten Wassergang auf der Nagold. Hierbei entstanden rund 100 Aufnahmen. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Jahr viele Küken durchkommen werden.

Georg Moritz

Georg Moritz

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