nach oben
21.12.2008

Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten - Vom Reiz einer Auktion

PFORZHEIM. „Drei, zwei, eins – meins!“ Was sich im Internet auf e-bay längst zum weltumspannenden Zeitvertreib entwickelt hat, kann sich der Schnäppchenjäger auch hautnah vor der Haustür in Pforzheim erfüllen. Viermal im Jahr bittet Helmut Janz zur Auktion ins Würmtal und macht dabei so manchen Sammlertraum wahr. Von der antiken Bettpfanne, über Schmuck, Uhren bis hin zum Ölgemälde mit Goldstuckrahmen kommt so gut wie alles unter den Hammer.

Zur letzten Jahres-Auktion kurz vor Weihnachten wird es erfahrungsgemäß eng in den Auktionsräumen. Die Aussicht auf preisgünstige Last-Minute-Geschenke zum Fest lockt nicht nur Stammkunden an. Rund 1500 Artikel wurden diesmal bei der 67. Auktion versteigert.

Darunter auch einige Preziosen, zu denen Telefongebote aus ganz Europa vorlagen. Im Blickfeld des Geschehens stand diesmal unter anderem das „Mädchen mit der Puppe“ von Maler Alcide Theophile Robaudi (Anfangsgebot: 2400 Euro). Aber auch das „Fasanen-Bild mit Waschfrauen“ des Italieners Giovanni Crivelli (Anfangsgebot: 2200 Euro) war heiß umworben. Immerhin wurde dieses Ölgemälde schon einmal beim weltberühmten Auktionshaus Sotheby's in New York gehandelt.

Seinen Erfolg misst Helmut Janz freilich nicht nur am Umsatz, sondern auch an der Zufriedenheit seiner Kunden. „Wer hier etwas zu einem fairen Preis findet, kommt das nächste Mal auch gerne wieder“, weiß der Pforzheimer Auktionator nur zu gut, was der Reiz am Nervenkitzel beim Bieter auslösen kann.