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Pforzemer Mess

Großer Besucherzuspruch beim Gottesdienst auf der Mess, darunter viele Mitglieder der Christuskirche. Foto: Späth
18.06.2017

Zum Gottesdienst auf die Pforzhemer Mess

Pforzheim. Während auf dem Messplatz langsam die Rollläden der Buden hochgezogen und die Fahrgeschäfte auf Vordermann gebracht wurden, fand am Sonntagmorgen im Festzelt ein besonderer Gottesdienst statt. Das doppelte Jubiläum, 500 Jahre Reformation und der 250. Geburtstag der Goldstadt, war dabei eines der Themen. Zum ökumenischen Zeltgottesdienst waren neben Christen unterschiedlicher Gemeinden auch die Schausteller der Messestände eingeladen.

Das Interesse war groß. „So viele wie heute waren noch nie da“, freute sich Ursula Butscher-Zahn von der Gemeinde Communio, die den Gottesdienst seit fünf Jahren auf der Messe veranstaltet. „Wir möchten gemeinsam feiern und den geistlichen Aspekt der Messe in Erinnerung rufen.“

Schicht steckt in den Knochen

Schausteller seien allerdings nur wenige gekommen. „Die Schicht gestern Abend bis Mitternacht steckt sicher vielen noch in den Knochen“, so Butscher-Zahn. Dafür kamen umso mehr Mitglieder der Gemeinde an der Christuskirche. Denn Pfarrer Thomas Müller verschob seinen Gottesdienst an diesem Sonntag von der Kirche ins Festzelt.

Der Gospelchor der Liebfrauengemeinde unter der Leitung von Danjuman Abdul brachte die Besucher schnell zum Mitsingen und -klatschen. Ziel des Gottesdienstes sei es, dass die Menschen das Zelt glücklich verlassen, so Müller. Sein Tipp zum Glück: dankbarer sein.

Bei einem inszenierten Dialog zwischen einem Ehepaar aus der heutigen Zeit (Ursula Butscher-Zahn und Roland Butscher) und Luther mit seiner Ehefrau (Ulrike und Thomas Müller) wurde an die beiden Jubiläen angeknüpft, die Unterschiede der Zeitalter und die Bedeutung von Gold im Glauben herausgestellt.

Startschuss für Pforzemer Mess