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Wegen der Corona-Krise mussten zahlreiche Begegnungen und Schüleraustausche vorerst abgesagt werden. Der Stadt Pforzheim ist der enge Kontakt zu ihren Partnern dennoch wichtig. Symbolbild: Adobe Stock 

Zusammenhalt in schwierigen Zeiten - So geht Pforzheim mit Städtepartnerschaften in Zeiten von Corona um

Pforzheim. Seit vielen Jahren pflegt die Stadt Pforzheim freundschaftliche und intensive Kontakte zu ihren acht Partnerstädten von Gernika im Westen bis hinzu Irkutsk im Osten. Jetzt mussten zahlreiche Begegnungen und Schüleraustausche vorerst abgesagt werden.

Beispielsweise musste der Antrittsbesuch von Oberbürgermeister Peter Boch in Vicenza genauso abgesagt werden wie der Besuch der Heinrich-Wieland-Schule am Instituto Barrutialde in Gernika oder das Treffen im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Engagiert für Europa“.

„Wir stehen trotzdem im engen Kontakt mit unseren Partnern und tauschen uns über das Krisenmanagement aus“, so Oberbürgermeister Peter Boch und fügt hinzu: „Mehr denn je brauchen wir jetzt den europäischen Zusammenhalt. Ich freue mich sehr darauf, unseren Austausch auch möglichst bald wieder im persönlichen Kontakt fortzusetzen.“

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Auch die beiden Städtepartnerschaftkoordinatorinnen Monika Finna und Susanne Schreck bedauern die Absagen sehr. Doch die Zusammenarbeit geht trotzdem weiter. Im Fokus steht zum Beispiel das Projekt „Engagiert für Europa“, in dem aktuell mehrere Städtepartner den digitalen Austausch erproben. Das Projekt hat sich auf die Fahne geschrieben, Methoden und Handwerkszeug für die Zukunft der städtepartnerschaftlichen Zusammenarbeit zu entwickeln und zu testen. So geht es um den Wandel im Ehrenamt, aber auch darum neue Wege in der digitalen Zusammenarbeit zu finden.

Digitaler Austausch

Besonders wichtig ist den beiden jedoch: „Der digitale Austausch kann den persönlichen Kontakt nur ergänzen, aber nicht ersetzen. Wir hoffen, dass wir möglichst bald wieder unsere Partner treffen können, um unsere Projekte gemeinsam voranzutreiben.“

Glücklicherweise bestehen über die offiziellen Verbindungen der Rathäuser hinweg zahlreiche Freundschaften und Verbindungen zwischen Schulen, Vereinen und Verbänden. All diese Möglichkeiten werden in der jetzigen Situation intensiv genutzt, um trotzdem füreinander da zu sein und in Kontakt zu bleiben.

Das dies nicht einfach ist, ist auch Oberbürgermeister Peter Boch bewusst: „Ich danke allen, die jetzt einen Blick über Pforzheim hinauswerfen. Allen, die den Austausch mit unseren Partnern fortsetzen, auch wenn das Reisen und die persönliche Begegnung aktuell nicht möglich sind, trotzdem fortführen. Ich wünsche unseren Freunden in den Partnerstädten viel Kraft in einer sehr schweren Zeit. Bleiben Sie gesund!“