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Der Film Tuvalu lief auf dem Dach des Kreativzentrums.  Läuter
Der Film Tuvalu lief auf dem Dach des Kreativzentrums. Läuter
19.07.2015

Zuschauer steigen zum Filmgenuss aufs Dach

Pforzheim. Lange hatte die Geschäftsführerin des Kommunalen Kinos, Christine Müh, davon geträumt, eine Freiluftvorstellung auf dem Dach des alten Emma-Jaeger-Bads veranstalten zu können.

Der Umbau zum Kreativzentrum hatte die Verwirklichung dieses Traums einige Zeit verzögert, doch am Samstagabend war es endlich soweit: Im Rahmen des Kulturfestivals „WerkSTADT“ und des Programmpunkts „On Top: Offene Dächer“ hatte das KoKi-Team einen der Projektoren samt Großbildleinwand auf der Dachterrasse des Kreativzentrums installiert.

Ganz im Sinne des Festivals, das einen neuen Blick auf die Stadt ermöglichen soll, konnten die rund 60 Zuschauer nicht nur einen wunderbaren Blick über die Dächer der Stadt, sondern auch einen wunderbaren Sonnenuntergang und kühle Drinks an der Bar genießen, ehe der mit Köpfchen gewählte Film „Tuvalu“ anlief.

Passenderweise geht es in dem 1999 erschienenen Werk von Regisseurs Veit Helmer nämlich um ein marodes Hallenbad. Während der blinde und ziemlich herrische Vater jeden Tag aufs Neue von Sohn Anton und der Kassiererin ein volles Bad vorgetäuscht bekommt, versucht Antons Bruder Gregor seinen Vater dazuzubekommen, das völlig marode Bad abreißen zu lassen, um das Gelände gewinnträchtig neu zu erschließen. Das Ganze zelebriert Helmer ohne Dialoge. Einzig ein paar Worte fallen hier und da, den Rest der Kommunikation bewältigen die Darsteller mit Lauten oder Gesten. Eingebettet in mal furchtbar einsame Szenerien, mal in ästhetische Bilder in monochromer Farbgebung, erinnern die Bewegungen an die Anfänge des Films.