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© Symbolbild: dpa
05.03.2014

Zuschauer verhindern Messerstecherei am Rande des Faschingsumzugs

Pforzheim. Auch ausgelassen Fasching feiern und Spaß haben will gelernt sein. Nicht nur, dass während des Faschingsumzugs in Dillweißenstein mitlaufende Hexen anscheinend auf wenig närrische, sondern eher dümmliche Art attackiert wurden, es gab auch am Rande der rund 13.000 Besucher zählenden Veranstaltung einen Streit zwischen einer fünfköpfigen Personengruppe mit Migrationshintergrund und zwei Jugendlichen, die schließlich in Bedrohungen mit Messern ausuferten.

Bevor die Situation endgültig eskalierte und eventuell Personen verletzt wurden, konnten Passanten durch beherztes verbales Einschreiten schlichtend einwirken. Die Messerträger flüchteten schließlich.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die Angaben zu den Jugendlichen arabischer oder türkischer Abstammung machen können, die etwa 1,70 Meter groß und zirka 15 Jahre alt sein sollen. Ein Jugendlicher trug eine rote Adidas-Jacke sowie eine schwarze Stoffjogginghose, der andere eine schwarze Jogginghose mit Seitenstreifen sowie einen grauen Pulli mit dunkelblauem Schriftzug. Wer Angaben zu diesem Sachverhalt machen kann, sollte sich beim Polizeiposten Pforzheim-Dillweißenstein unter Telefon (07231) 972776 melden.

Ansonsten verlief der Dillweißensteiner Faschingsumzug aus polizeilicher Sicht problemlos. Insgesamt mussten Polizeibeamte des Hauses des Jugendrechts jedoch 70 Mal Alkohol bei Jugendlichen beschlagnahmen. Die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlichen Sperrmaßnahmen konnten durch örtliche Umleitungen entzerrt werden.  Das Deutsche Rote Kreuz meldet fünf Einsätze, unter anderem wegen Schlägereien und Kreislaufproblemen. Insgesamt sei es jedoch ruhiger gewesen, als in den vergangenen Jahren. pol

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