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07.09.2016

Zuschüsse zum Lohn Behinderter bleiben erhalten

Pforzheim. Im Rahmen des Sparpakets zur Haushaltskonsolidierung hatte der Gemeinderat entschieden, die Lohnkostenzuschüsse für Menschen mit Behinderung zu kürzen. Eine freiwillige Leistung, aus der wohl eine Pflicht wird: Das Bundesteilhabegesetz, das 2018 in Kraft treten soll, lässt eine hundertprozentige Bezuschussung zu den Lohnkostenerwarten. Am Mittwoch teilte die Stadt mit, dass die bereits bestehenden Beschäftigungsverhältnisse nun doch im kommenden Jahr weiter zu 100 Prozent gefördert werden.

Ein Ausgleich sei durch „zahlreiche kleinere Umschichtungen“ im Einsparungskonzept möglich. 80.000 Euro hätte die Stadt 2017 sparen können, wenn sie die Arbeitsverhältnisse nicht wie bisher gefördert hätte. Sieben befristet und 23 unbefristet bei sozialen Trägern angestellte Menschen wären betroffen. „Für jeden Einzelnen ist es sehr wichtig, den Weg in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung nicht gehen zu müssen“, so Sozialbürgermeisterin Monika Müller. „Auch wenn es sich in 2017 noch um eine freiwillige Leistung handelt, könnte ich es fachlich nicht wirklich vertreten, diese zu kürzen – und wirtschaftlich wäre es auch keineswegs sinnvoll, weil Werkstattplätze teurer sind als Lohnkostenzuschüsse.“ bel