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Die beiden Sonnenuhren an der Schloßkirche sind fertig.
Die beiden Sonnenuhren an der Schloßkirche sind fertig.
23.05.2016

Zwei Sonnenuhren an der Fassade der Schloßkirche St. Michael rekonstruiert

Lange Zeit war die Fassade der Schloß- und Stiftskirche St. Michael eingerüstet gewesen. Seit wenigen Tagen ist nun die Rekonstruktion zweier historischer Sonnenuhren an der Südwestecke des Westwerks für Passanten sichtbar. Die eine ziert die Südfassade des Sandsteingemäuers, während die andere an der Westseite, an der sich auch das Hauptportal befindet, angebracht wurde.

Vom hellen Grund heben sich dunkle Linien und Markierungen ab, durch die sich an der Kirchenfassade bei Sonnenschein die Zeit ablesen lässt. An der Westseite ist zudem der heilige St. Michael in blauer Farbe abgebildet, der Schutzpatron des Gotteshauses.

Mithilfe von Metallschablonen sind die Sonnenuhren auf die Fassade aufgemalt worden. Dass auch ursprünglich Sonnenuhren an der Schloßkirche prangten, dokumentieren historische Fotos. Dort ist noch das Gestänge für den Schattenwurf erkennbar.

Das baden-württembergische Finanzministerium hatte im Januar 2014 die Baufreigabe für die Dach- und Fassadensanierung erteilt – und insgesamt 1,7 Millionen Euro im Haushalt eingestellt (die PZ berichtete). Noch im selben Jahr war mit den Baumaßnahmen begonnen worden. Die Investitionssumme umfasste die Kosten für Reinigung und Restaurierung der Außenfassade des Gotteshauses sowie die Instandsetzung von Fenstern und Dach. Der Stiftschor war bereits in den 1990er-Jahren gemeinsam mit den Grüften für rund 4,5 Millionen Euro saniert worden.

Mit relativ geringem Aufwand hat die Kirche nun einen neuen Blickfang erhalten. Die Kosten von rund 7000 Euro tragen die Freunde der Schloßkirche.