nach oben
01.08.2009

Zwei Wohnhäuser brennen - Bewohner schwer verletzt

PFORZHEIM. Bei einem Kellerbrand hat sich ein 35-Jähriger in der Nacht zum Samstag eine Rauchvergiftung zugezogen. Das Feuer brach gegen 2.45 Uhr im Keller einer Doppelhaushälfte am Strietweg aus. Die Feuerwehr konnte die Flammen zwar auf den Keller des Gebäudes begrenzen, allerdings wurde das gesamte Haus durch Verrußung und starke Rauch-entwicklung so in Mitleidenschaft gezogen, dass es derzeit nicht bewohnt werden kann.

Zum Zeitpunkt des Brandes hielt sich dort nur der 35-jährige Wohnungsinhaber auf, seine Frau und die zwei Kinder des Ehepaares waren nicht zu Hause.

Die Rettungskräfte der Feuerwehr fanden den bewusstlosen Mann mit einer Rauchvergiftung im Garten hinter dem Haus. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, es besteht jedoch keine Lebensgefahr. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der entstandene Schaden beträgt rund 80 000 Euro.

Auf einen weiteren Brand ist ein Nachbar in der Nacht zum Sonntag an der Calwer Straße aufmerksam geworden. Dort geriet um 0.15 Uhr im vierten Obergeschoss ein Kochtopf mit erhitztem Öl auf dem Küchenherd in Brand. Der Nachbar verständigte nicht nur Feuerwehr und Polizei, sondern klingelte bei allen Bewohnern des Hauses, um sie zu warnen. Dadurch wurde auch der 27-jährige Bewohner der betroffenen Wohnung wach und auf das Feuer aufmerksam. Sein Versuch, das Feuer zu löschen, endete damit, dass er sich Verbrennungen an den Händen und eine Rauchvergiftung zuzog.

Die Feuerwehr hatte den Brand um 0.30 Uhr gelöscht. Das Feuer hatte die gesamte Küche zerstört. Die restliche Wohnung wurde durch Ruß und Rauch beschädigt und kann vorübergehend nicht mehr bewohnt werden. Die drei Kinder des Mannes, sechs, vier und zwei Jahre alt, schliefen zur Brandzeit in der Wohnung, blieben aber unverletzt.
Der Wohnungsinhaber hat vermutlich den Brand selbst verursacht. Er hatte das Öl auf dem Herd aufgesetzt, war danach aber im Wohnzimmer eingeschlafen. Er musste stationär in einer Klinik aufgenommen werden. Für die restlichen Wohnungen bestand keine Gefahr, weshalb das Haus nicht evakuiert werden musste. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 15 000 Euro. pol