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OB Gert Hager übergab den Reuchlinpreis an Kardinal Lehmann und Bischof Huber.  © Ketterl
Ökumenischer Gottesdienst in der Stuttgarter St. Eberhardskirche (2006) mit Huber (links) und Lehmann.
Kardinal Lehmann und Bischof Huber 2006 bei einem Pressegespräch zur „Woche für das Leben“.
Zwei große Kirchenmänner, die Ökumene und Toleranz vorleben: der Katholik Karl Lehmann (links) und der evangelische Theologe Wolfgang Huber bei einem Gottesdienst im Jahr 2005 im Berliner Dom.
Zwei große Kirchenmänner, die Ökumene und Toleranz vorleben: der Katholik Karl Lehmann (links) und der evangelische Theologe Wolfgang Huber bei einem Gottesdienst im Jahr 2005 im Berliner Dom.
25.10.2013

Zwei große Kirchenmänner erhalten Reuchlinpreis 2013

Pforzheim. Der Reuchlinpreis 2013 der Stadt Pforzheim wurde am Samstag bei einem Festakt im Theater vergeben und mit ihm erstmals zwei Persönlichkeiten ausgezeichnet: Karl Kardinal Lehmann (77), Bischof von Mainz und früherer Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und Wolfgang Huber (71), unter anderem ehemaliger Bischof in Berlin-Brandenburg und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Bildergalerie: Reuchlinpreis geht an Kardinal Lehmann und Bischof Huber

Zum 500. Geburtstag von Pforzheims großen Sohn, dem Humanisten Johannes Reuchlin (1455–1522), war im Jahr 1955 erstmals der Reuchlinpreis der Stadt Pforzheim gestiftet worden. Er wurde seither auf Vorschlag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften für eine herausragende deutschsprachige Arbeit auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften verliehen. Jetzt wurden die Kriterien dahingehend verändert, dass der Preis stärker mit Reuchlins Rolle als „Vater des Toleranzgedankens“ verbunden wird.

Sowohl Lehmann wie Huber hatten schon in jungen Jahren die Stadt Pforzheim kennengelernt. „Ich habe als Assistent meinen Lehrer Professor Dr. Karl Rahner im Jahr 1965 von München nach Pforzheim begleitet, als er den Reuchlinpreis erhielt und seine berühmte Rede hielt über den Dialog in der pluralistischenGesellschaft“ sagte Kardinal Lehmann in einem Interview mit der PZ. Zudem merkte er an, dass sein Vater nach dem Bombenangriff vom 23. Februar 1945 eingesetzt war, die toten zu bergen und Trümmer wegzuschaffen.

Altbischof Lehmann erinnert sich daran, „dass der Schwarzwald-Höhenweg von Pforzheim nach Basel das erste war, was mich schon als jungen Pfadfinder mit dieser Stadt verband. In dem Schwarzwalddorf, in dem wir als Familie Ferien machten, hatte ein Pforzheimer Schmuckunternehmen ein Urlaubsquartier für seine Mitarbeiter. Später kam ich zu Tagungen nach Pforzheim. Lauter gute Erfahrungen!“

Das gesamte Interview lesen Sie in der Print-Ausgabe der „Pforzheimer Zeitung“.

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