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Auch Ortsvorsteher Bernhard Schuler (links) war unter den Zuhörern.
Auch Ortsvorsteher Bernhard Schuler (links) war unter den Zuhörern.
04.11.2015

Zweitägige Windkraft-Erörterung in der Bergdorfhalle – Gutachten müssen zum Teil nachgebessert werden

Pforzheim-Büchenbronn. Mit versöhnlicheren Tönen als am ersten Tag ist der Erörterungstermin Windkraft auf der Büchenbronner Höhe in der Bergdorfhalle zu Ende gegangen. Gleichwohl sehen die Gegner ihre Einwendungen keineswegs ausgeräumt.

Einige der vom Projektentwickler und Antragsteller juwi (Rheinland-Pfalz) in Auftrag gegebenen Gutachten müssten nachgebessert werden, so Bürgermeister Alexander Uhlig im PZ-Gespräch am Rande der von ihm geleiteten Versammlung. Die Gutachten für das immissionsschutzrechtliche Verfahren sind maßgeblich für die Genehmigung des Antrags auf die Errichtung von zwei Windkraftanlagen auf dem Sauberg – eine im Stadt-, eine im Staatswald. Oder die Versagung. Uhlig: „Alles muss absolut rechtssicher sein.“

Es herrscht unter anderem Dissens über die Zahl der nistenden Rotmilane und die Bedeutung der Gelbbauchunke im Bereich der zum Teil auszubauenden Feldwege hinauf zum Sauberg, wohin die schweren Rotoren transportiert werden müssen. Zu welchem Schluss kommen die Landschaftsplaner?

Es gebe „keine Beeinträchtigung“ der Tierwelt in diesem FFH-Gebiet, so Anke Uhlig vom Institut BHM. Der Weg hinauf führe durch einen kleinen Teil der FFH-Zone, und die Verbreiterung der Kurvenradien erfolge unter einer „ökologischen Baubegleitung“.

Hat die Erörterung etwas gebracht?

Ortsvorsteher Bernhard Schuler: „Das war mehr als ein Pflichttermin – es war ein Austausch auf hohem Niveau.“