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Der Missbrauchsprozess im Pforzheimer Amtsgericht geht weiter.
Der Missbrauchsprozess im Pforzheimer Amtsgericht geht weiter. © Seibel
22.06.2011

Zweiter Verhandlungstag im Missbrauchs-Prozess

PFORZHEIM.Tränen, Schweigen und Gesprächigkeit: Der zweite Verhandlungstag im Prozess um 1000-fachen Missbrauch hat viele unterschiedlichste Facetten eines Gerichtsverfahrens. Den Auftakt machte die Mutter des mutmaßlichen Opfers und Ehefrau des Angeklagten.

Am ganzen Leib zitternd und unter Tränen, erklärte die 52-Jährige, dass sie von ihrem Recht, zu schweigen, Gebrauch mache. Bei der Polizei hatte sie allerdings ausgesagt. Davon berichtete am Nachmittag eine Kriminalbeamtin. Über Jahre hinweg will die Mutter nichts von den Übergriffen ihres Ehemannes auf dessen Stieftochter mitbekommen haben. Vor etwa zwei Jahren habe ihre Tochter dann das Gespräch zu ihr gesucht, sich aber letztendlich gegen eine Anzeige bei der Polizei entschieden. Das berichtete die Kriminalbeamtin aus der polizeilichen Aussage der Mutter. Gegen sie läuft derzeit noch ein Ermittlungsverfahren. Die jüngere Schwester des mutmaßlichen Opfers sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Eine Freundin sagte aus, dass die junge Frau Angst vor ihrem Stiefvater gehabt hätte. Ein weiterer Exfreund des mutmaßlichen Opfers berichtete vor Gericht, dass er nie mit ihr alleine gewesen sei, immer sei ihr Stiefvater dabei. Am Mittwoch, 13. Juli, wird der Prozess um 8.30 Uhr fortgesetzt. de

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