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OB
07.06.2009

Zweiter Wahlgang bei OB-Wahl - Etappensieg für Hager

PFORZHEIM. Nun ist es amtlich: Herausforderer Gert Hager liegt nach dem vorläufigen Endergebnis mit 43,8 Prozent bei der Pforzheimer Oberbürgermeisterwahl vor Amtsinhaberin Christel Augenstein. Sie erreichte 40,4 Prozent. Da keiner der vier Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht hat, müssen die Pforzheimer nun noch einmal wählen.

Michael Schwarz, OB-Kandidat der Freien Wähler, erreichte 6,5 Prozent. Hans-Joachim Bruch, OB-Kandidat der Liste BürgerBeteiligungsHaushalt, kam auf 9,0 Prozent. Bruch kündigte im Gespräch mit PZ-news an, "höchstwahrscheinlich" beim zweiten Wahlgang nicht mehr anzutreten. Ähnlich formulierte es auch Michael Schwarz: "Ich werde definitiv nicht mehr antreten, ich werde meine Kandidatur zurück ziehen", sagte er zu PZ-news.

{ImageR}Christel Augenstein meinte zu PZ-news, sie sei nicht überrascht über das Ergebnis. "Ich war darauf vorbereitet, dass es eng wird", sagte sie. Das Ergebnis sei für sie allerdings keine Niederlage, sondern vielmehr eine Herausforderung für den kommenden Wahlgang. Gert Hager bezeichnete das Wahlergebnis als "Etappensieg". "Ich freue mich über dieses Ergebnis und bin optimistisch, aber das Rennen geht weiter", sagte er. Er habe damit gerechnet, dass nach dieser Wahl kein neuer Oberbürgermeister fest stehe, da dies bei vier Kandidaten schwierig sei. Nun will er den Wahlkampf fortsetzen. Sein Erfolgsrezept hierbei: Viele Kontakte mit Bürgern knüpfen. Doch bevor es wieder an die Arbeit geht, wurde am Sonntagabend der Etappensieg erstmal gefeiert.

Die Wahlbeteiligung bei der Oberbürgermeisterwahl in Pforzheim lag bei 39,3 Prozent. Am Sonntag, den 28. Juni, sind die Pforzheimer nun bei einem zweiten Wahlgang gefordert. Hier genügt den Kandidaten dann aber eine relative Mehrheit.