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Das Ballettensemble vom Theater Pforzheim setzt künstlerische Akzente und tanzt zwischen den Vitrinen der Schule. Foto: Tilo Keller
Bürgermeister Frank Fillbrunn (rechts) überreicht Schulleiter Michael Kiefer als einjährige Leihgabe zwei Schmuckstücke, die Absolventen der Schule vor 200 Jahren und vor 100 Jahren gefertigt hatten. Foto: Tilo Keller
Beim Tag der offenen Tür zeigt Petra Käser (Mitte) wie Strickketten entstehen. Foto: Tilo Keller
14.10.2018

Zwischen Tradition und Innovation: Goldschmiedeschule feiert ihr 250-jähriges Bestehen

Pforzheim. Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim hat ihr 250-jähriges Bestehen gefeiert. Unter den Gästen des offiziellen Festaktes begrüßte Schulleiter Michael Kiefer Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie seine Vorgänger im Amt, Siegrid Kopittke, Ulrich Haass und Jochem Wolters.

„Schmuck und Uhren – benötigen wir sowas? Gibt es nichts wichtigeres?“, fragte sich Schulleiter Michael Kiefer zum Auftakt seiner Rede. „Immer dann, wenn an der Schule das Gespräch auf Schmuck und Uhren kommt, gibt es ein Leuchten in den Augen.“ Kiefer unterstrich, dass die Schule die Aufgabe als Kulturträger habe, sowohl die alten Techniken weiterzugeben, als auch den Blick auf moderne Technik zu richten.

Bildergalerie: Goldschmiedeschule feiert 250-jähriges Bestehen

„250 Jahre repräsentieren etwas, das weit über Schule hinaus geht“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann. „Schmuck und Uhren lösen etwas aus, bei Frauen wie Männern“, führte sie weiter aus. „Die Schule vermittelt eine Fähigkeit, die Freude bereitet.“ Der Tisch eines Goldschmiedes habe für einen Laien etwas von Alchemie. „Die Zeiten haben sich natürlich geändert und auch das spiegeln sie wider“, spielte die Ministerin auf moderne Techniken an. „Wir werden Ausbildung auf diesem Niveau auch die nächsten 250 Jahre brauchen“, lobte sie. „Ich bin sehr, sehr stolz auf diesen Schulstandort.“

Wurzeln in der Uhrenindustrie

Pforzheims Bürgermeister Frank Fillbrunn vertrat Oberbürgermeister Peter Boch, der am Samstag nach Pforzheim umzog. „Im Jahr 2005 gab es bereits ein Jubiläum“, erinnerte Fillbrunn an die Feier zu 100 Jahren als eigenständige Schule. Die aktuellen Feierlichkeiten beziehen sich auf die Wurzeln der Schule, die mit der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim ihren Ausgangspunkt nahmen. Im Jahr 1768 sei die Zeichenschule gegründet und damit auch der weltweit erste Berufsschulunterricht aufgenommen worden. „Im Laufe der Jahre haben sich Schulträger, Handwerk und Industrie um die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule bemüht“, sagte Fillbrunn.

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